Allergien

Gesundheit Linderung bei Allergien

Freuen Sie sich auf den Frühling: Bewährte und neue Methoden versprechen Linderung bei Allergien!
Frau genießt die Sonne
   

Extrem - so reagiert das Immunsystem bei Allergikern, sobald ihm irgendwo ein Stoff begegnet, den es als feindlich einstuft. Was gut gemeint ist, läuft total aus dem Ruder. Das Allergen, der vermeintlich gefährliche Stoff, führt nichts Böses im Schilde; trotzdem versetzt das Immunsystem sämtliche Verteidigungstruppen in Alarmbereitschaft, die dann ausrücken, um den unschädlichen Eindringling zu bekämpfen. Auf diese Weise mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, bleibt natürlich nicht ohne Folgen - und die armen Allergiker haben das auszubaden. 

Die typischen Symptome wie Juckreiz und geschwollene Schleimhäute werden durch Entzündungsbotenstoffe wie Histamin hervorgerufen. Das Immunsystem bildet nach dem ersten Kontakt mit dem Allergen Antikörper, sogenannte Immunglobuline vom Typ E (IgE). Sobald ihnen das Allergen erneut über den Weg läuft, veranlassen sie eine massenhafte Histamin-Ausschüttung. In etwa 90 Prozent der Fälle liegt dieser Allergietyp vor, der Soforttyp: Die Reaktion z. B. auf Pollen, Tierhaare, Hausstaub, Penicillin oder Bestandteile von Nahrungsmitteln (Nüsse, Hühnereiweiß) erfolgt oft unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen.

Eine um etwa ein bis zwei Tage verzögerte Reaktion, der seltenere Spättyp, zeigt sich bei einem Kontaktekzem, etwa den sogenannten Kontaktallergien auf Nickel, Chrom oder Bestandteile von Reinigungs- und Körperpflegeprodukten.

Ein Massenphänomen: Jeder Dritte hat Allergien

Die Veranlagung, eine Allergie zu entwickeln, liegt in unseren Genen. Doch auch die zunehmende Belastung durch Umweltgifte und Feinstaub müssen wir inzwischen zu den Ursachen zählen. In den Industriestaaten hat sich die Zahl der Betroffenen in den letzten 30 Jahren nahezu verdreifacht. Heute leidet etwa ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland an einer Allergie. Meist wird sie im Kindesalter diagnostiziert, aber immer öfter tritt die Erkrankung erst mit 50 oder später auf. Dann denken selbst Ärzte nicht sofort daran, dass hinter schnupfenähnlichen Symptomen, tränenden Augen, Bindehaut­entzündung, Hautausschlag oder Atem­beschwerden eine Allergie stecken kann.

Doch unbehandelt verschlimmern sich die Beschwerden oft. „Im Krankheitsver­lauf kommt es schließlich durch die anhal­tende Reizung der Atemwege zu Entzündungsprozessen“, erklärt Dr. Frank Becker, HNO­-Arzt in Hamburg. „Sie führen lang­fristig zu bleibenden Schäden des Lungen­gewebes.“ Als schlimmste Komplikation droht sogar ein allergischer Schock, der zu einem Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand führen kann.

Lassen Sie sich bei Verdacht auf eine Allergie in der Facharztpraxis testen. Denn mit jedem neuen Kontakt kann die Reak­tion stärker ausfallen. Bei einem Allergietest werden Proben möglicher Auslöser auf oder unter die Haut gebracht. Eine Positivreaktion zeigt sich mit Pusteln oder Quaddeln. Ergänzend oder alternativ las­sen sich spezifische Antikörper im Blut nachweisen. Machen Sie um identifizierte Stoffe künftig einen großen Bogen.

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