Lebensmittelallergien

Nahrungsmittelunverträglichkeit Tipps für Laktose-Allergiker

12 Millionen Deutsche leiden an einer Laktoseintoleranz - doch das heißt nicht, dass man ständig auf alles verzichten muss. Wir zeigen, wie Sie auch mit einer Unverträglichkeit gutes Essen und Trinken genießen können.
   

"Einen Cappuccino mit laktosefreier Milch, bitte!“ Solche Bestellungen sind in Coffeeshops längst Alltag. Denn glücklicherweise wissen heute immer mehr Menschen, warum sie ständig unter Verdauungsbeschwerden leiden: Sie vertragen nämlich keine Laktose, also keinen Milchzucker.

Jahrelanges Leiden Übelkeit, Bauchgrummeln und Durchfall: Das sind die typischen Beschwerden einer Laktose- Intoleranz. 30 Minuten bis zu drei Stunden nach dem Genuss von Milchprodukten treten sie auf. Der Grund ist ein

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Mangel an Laktase. Das Enzym sorgt im Dünndarm für die Aufspaltung und damit Verwertbarkeit des Milchzuckers. Durch den Laktase-Mangel kommt zu viel unaufgespaltener Milchzucker im Dickdarm an. In seiner Schleimhaut sesshafte Bakterien versuchen, die Laktose als Nährstoff zu fermentieren. Dabei bilden sich Gase und Fettsäuren, welche die Verdauung belasten, langfristig auch Migräne und ein Reizdarmsyndrom begünstigen können. Oft dauert es lange, bis der Milchzucker als Ursache für die Beschwerden entlarvt wird.

Keine Krankheit, aber unangenehm Die Laktose-Intoleranz ist eigentlich keine Krankheit, sondern ein archaischer Bauplan der Gene. Von der Natur ist es nämlich so vorgesehen, dass der Mensch nach dem Säuglingsalter Milch nicht mehr zwingend vertragen muss. Denn nach dem Abstillen kann er sich ja anderweitig ernähren. So nimmt im Laufe der Lebensjahre die Produktion von Laktase ganz natürlich ab. Doch Jahrtausende der Nutztierzucht haben ihre Spuren hinterlassen: Milch, aber auch Butter oder Käse stehen heute bei Erwachsenen täglich auf dem Speiseplan. Im Laufe der Evolution hat sich der Körper durch genetische Mutationen auf das „Milch-Food“ bis ins hohe Alter eingestellt. Die Folge: 85 Prozent der deutschen Erwachsenen bilden meist noch ausreichend Laktase. Nur bei den restlichen 15 Prozent klappt das nicht, weil die Evolution bei ihnen die Anpassung versäumt hat.

Andere Ursachen Es gibt aber auch Milchzuckerunverträglichkeiten, deren Keimzelle eine Krankheit ist. Dazu gehören z.B. eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), chronische Darmentzündungen oder Magen- Darm-Infekte. Aber auch Medikamente wie Antibiotika oder Chemotherapeutika können die Bildung von Laktase verringern und Verdauungsbeschwerden hervorrufen. Mediziner sprechen dann von sekundärem Laktasemangel. Bei immer wiederkehrenden Blähungen und Durchfällen ist daher ein Arztbesuch ratsam, um die Art der Intoleranz checken und gegebenenfalls die Grunderkrankung behandeln zu lassen.

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