Grippe

Grippe Wie sinnvoll ist eine Grippeimpfung?

Jedes Jahr werden neue Impfstoffe entwickelt, die uns vor der Grippe schützen sollen. Wer sich unbedingt impfen lassen sollte und welche Nebenwirkungen auftreten können, verraten wir Ihnen hier.
Arzt sticht Spritze in den Arm einer Patientin
  

Muss ich mich gegen Grippe impfen lassen?

Immer wenn es draußen nass und kalt wird, ist die Grippesaison eröffnet und Grippeviren haben Hochsaison. Die durch die Kälte und trockene Heizungsluft geschwächte Schleimhaut hat den Eindringlingen nicht viel entgegen zu setzen und schon hat man sich eine Grippe oder eine Erkältung eingefangen. Im Gegensatz zu einer einfachen Erkältung kann die überwiegend saisonal auftretende Virusgrippe, auch Influenza genannt, jedoch sehr gefährlich werden. Besonders wer zu einer Risikogruppe gehört, wird deshalb jedes Jahr aufs Neue zur Grippeschutzimpfung aufgefordert. 

Wer sollte sich impfen lassen?

Zur Risikogruppe für eine Grippe zählen:

  • Schwangere
  • Senioren
  • Kinder
  • Mitarbeiter in Krankenhäuser, Pflegeheimen, Kindergärten
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Asthma
  • Allergiker

Die Influenza wird häufig unterschätzt. Dabei kann sie unbehandelt zu Lungenentzündungen oder sogar dem Tod führen. Die scheinbare Gefahrlosigkeit der Influenza kommt viel mehr daher, dass sie häufig auch als leichte Erkältung abgetan wird. Allerdings sterben jedes Jahr Menschen an der Influenza. In manchen Grippesaisons gab es in Deutschland sogar bis zu 30.000 Todesopfer. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher all jenen eine Impfung, die zu einer Risikogruppe gehören. Einer Risikogruppe gehört an, wessen Immunsystem geschwächt ist. Empfohlen wird die Grippeimpfung daher älteren Menschen, Kindern und im allgemeinen Menschen, die viel mit anderen Menschen zu tun haben. Dies sind beispielsweise Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kindergärten oder auch die Mitarbeiter eines Supermarktes. Wer von chronischen Grunderkrankungen wie Diabetes, Asthma oder einer Immunschwäche betroffen ist, sollte sich ebenfalls zu Beginn der Grippewelle impfen lassen und somit vorbeugen. Auch Allergiker sollten sich von ihrem Hausarzt bezüglich einer möglichen Grippeimpfung beraten lassen. Für Patienten, die den herkömmlichen, in Hühnereiern gezüchteten Wirkstoff nicht vertragen, gibt es inzwischen Alternativen.

Bei Schwangeren, die eine Erkältung haben, kann es aufgrund des geschwächten Immunsystems leichter zu Komplikation wie einer Lungenentzündung kommen. Außerdem kann es passieren, dass das Ungeborene im Mutterleib durch die Infektion in seiner Entwicklung gestört wird. Die STIKO empfiehlt daher allen gesunden Schwangeren eine Impfung ab dem vierten Schwangerschaftsmonat. Schwangere mit chronischen Erkrankungen sollten sich früher impfen lassen. In verschiedenen Studien konnte bisher glaubhaft belegt werden, dass die Impfung weder für die Mutter noch für das Kind eine Gefahr darstellt. Im Gegenteil – während Säuglinge erst ab dem sechsten Monat geimpft werden dürfen, wird auch einem ungeborenen Kind bei der Impfung der Wirkstoff verabreicht. Dadurch trägt es die Antikörper bereits in sich und ist immun.   

Promotion
Anzeige
1 von 2
Schlagworte
Erkrankungen | Immunsystem | Krankheiten