Rezepte

Ernährung Wir lieben's scharf

Sie brennen für ihre Ideen: zwei engagierte Frauen, die mit Leidenschaft Pfeffer und Chili vermarkten.Wir stellen Ihnen die beiden, ihre Produkte und ungewöhnliche Rezepte vor

Chilli
    

Sie sind klein und manchmal verdammt scharf: Chilischoten. Seit sieben Jahren peppen sie das Leben von Andrea Grecu-Schulze auf. Die 39-jährige Freiburgerin verarbeitet Chilis zu feinen Pasten, Ölen und Chutneys. „Ab und zu trage ich ihretwegen auch eine Schutzbrille und ein doppeltes Paar Gummihandschuhe“, sagt sie schmunzelnd. Dann nämlich, wenn sie eine indische Bhut Jolokia schneidet. „Diese extrem scharfe Sorte verwende ich allerdings eher selten“, schränkt sie ein. Die meisten Kunden bevorzugen mildere Sorten.

Feurige Chilischoten aus dem heimischen Garten auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt 

Dass die Chilischoten ihr Leben verändert haben, ist für Andrea Grecu-Schulze noch immer ein kleines Wunder. Streng genommen legte ihr Mann den Grundstein zu ihrem Onlineshop Chiligarten: Weil sie so hübsch aussehen und knallbunt leuchten, säte er im heimischen Garten die ersten Chilis aus. Dank seines grünen Daumens „konnten wir plötzlich Unmengen Jalapeños und Cayenne ernten. Da kam uns die Idee, sie nicht nur zum Würzen zu verwenden, sondern eigene Rezeptkreationen auszuprobieren“, erzählt Andrea Grecu-Schulze. Mit etwa 40 Gläsern selbst gemachter Chiliprodukte stand sie 2006 erstmals auf einem Freiburger Weihnachtsmarkt. Neugierig blieben die Besucher an ihrem Stand stehen, probierten – und kauften. Wenig später begann Andrea Grecu-Schulze mit dem Onlinehandel. Heute reichen die Chilis aus dem eigenen Garten längst nicht mehr. Sie kauft bei drei Gärtnern aus der Umgebung dazu. Ende September beginnt die Ernte, bis Mitte November kocht sie fast rund um die Uhr ein. Anfangs musste der Herd in der eigenen Küche herhalten, dann eine angemietete Wohnung. In diesem Jahr arbeitet sie erstmals in einer Gewerbeküche, die sie sich mit einer Freundin teilt. Hier stellt sie ihre begehrtesten Produkte her, wie das Chutney aus Feigen und Chilis, und auch ihre neueste Kreation: einen rumänischen Brotaufstrich aus angebratenen Auberginen, Paprika und Tomaten – mit nur milder Schärfe.

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