Ernährungs Tipps

Rezept Das schmeckt nach Glück

Bringen Sie eine Portion gute Laune auf den Tisch: Mit der richtigen Ernährung können Sie Ihre Seele streicheln und Ihr Wohlbefinden füttern. Alle Infos – und tolle Rezepte mit Smiley-Faktor.
Richtige Ernährung macht glücklich
         
Gute Laune wird abgefüllt. In 110-ml-Fläschchen und in den Geschmacksvarianten Mango-Orange, Johannisbeere-Banane und Traube-Maracuja. Unter dem Label Feelglück vertreiben zwei Hamburgerinnen speziell gemixte Serotonin-Drinks. Die Extrakte aus Obst, Hülsenfrüchten und Getreide sollen den Körper mit Mikronährstoffen versorgen, allen voran Tryptophan. Diese Aminosäure gilt als Grundlage für die Serotonin-Produktion im Gehirn, jenes berühmten Glückshormons, das uns neue Energie und Wohlbefinden schenkt.

Essen ist mehr als Energiezufuhr

Gezielte Stimmungsmache also? Briten und Amerikaner kennen Gute-Laune-Lebensmittel, sogenannte Mood-Enhancer, in Form von Schokoriegeln, Keksen oder Shakes bereits seit Jahren. Nicht zuletzt, weil in Studien immer wieder nachgewiesen wird, was wir alle, meist unbewusst, aus Erfahrung wissen: 
Sich erinnern macht gute Laune

Hippocampus und Amygdala heißen die zwei Hirnareale, die unsere Erinnerungen archivieren. Der Geschmack von Omas Sauerbraten oder warmem Vanillepudding – bestimmte Aromen lassen mit ihnen verknüpfte innere Bilder und Emotionen in uns aufsteigen. Sogar wenn zwischen der allerersten Duft- oder Geschmackserfahrung und der „Wiederholung“ Jahrzehnte liegen, kann unser Gehirn die Stimmung von damals wie auf Knopfdruck wieder neu erzeugen.

Unsere Ernährung hält nicht nur Leib und Magen zusammen, sondern beeinflusst auch unsere seelische Verfassung. „Schon vor mehr als 2400 Jahren wusste der griechische Arzt und Philosoph Hippokrates: ,Was wir essen, bestimmt unser Gemüt‘“, erzählt Dr. Andrea Flemmer, Diplombiologin und Ernährungswissenschaftlerin aus München. „Auch in der traditionel- len chinesischen Medizin oder dem indi- schen Ayurveda wird die Nahrung seit jeher als Seelenmedizin angesehen.“ Und der Volksmund verbreitet auch bei uns Weisheiten, die sich um den Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Psyche drehen, etwa „Sauer macht lustig“  oder „Schokolade tröstet“.
 

Wie Essen die Seele beeinflusst

Essen ist in erster Linie ein sinnlich geprägter Vorgang. „Es dient mal als Belohnung, mal als Trost oder Zeitvertreib. Dabei kommt es darauf an, ob es schmeckt, wir in Gesellschaft essen und in gemütlichem Ambiente“, so die erfahrene Expertin. „Wir versuchen, unangenehme oder angenehme Gefühle mit Essen und Trinken zu regulieren, um ein seelisches Gleichgewicht zu erlangen.“
Bestimmt haben auch Sie schon mal erlebt, wie köstliche Nudeln, ein cremiger Milchkaffee oder der Duft von frisch gebackenem Kuchen Ihnen mindestens ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Genauso
wie umgekehrt ruck, zuck schlechte Laune aufkommt, wenn wir hungrig sind oder uns das Essen verkneifen, um vielleicht ein paar Pfunde zu verlieren.
 

 

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Schlagworte
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Autor
Imme Bohn