Alternative Medizin

Bienenmedizin Naturheilmittel Honig

In einem Bienenstock brummt das Leben! 60 000 fleißige Arbeiterinnen päppeln die Königin und ihre Kinder – und produzieren nebenbei Arzneien für den Menschen. Wie gut die heilen, entdecken Mediziner erst jetzt. Alles über ihre neuen, erstaunlichen Erkenntnisse.

Honiggläser
     

Was wäre die Welt ohne Bienen? Der deutsche Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein erkannte schon 1924 glasklar: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Heutige Wissenschaftler geben ihm vollkommen recht, denn die zwölf Millimeter kleinen „Brummer“ bestäuben mehr als 80 Prozent aller Obst- und Kulturpflanzen auf unserer Erde und arbeiten somit als Regisseure unseres Ökosystems. Und die Dinos unter den Fluginsekten – sie leben seit 100 Millionen Jahren hier – sind auch im ökonomischen Sinn Nutztiere für den Menschen: Mit ihren Naturprodukten wie Honig oder Gelée royale stellen sie eine weltweite Wirtschaftsleistung von satten 153 Milliarden Euro pro Jahr auf die Beine.

Nicht mit Geld aufzuwiegen ist die Bedeutung der summenden Sammlerinnen für die Medizin. Immer neue Studien bescheinigen ihren Naturheilmitteln einen großen Therapieeffekt. „Apitherapie nennt die Medizin den Einsatz von Produkten der Honigbiene Apis mellifera zum Bekämpfen von Krankheiten und zur Wundheilung. Die Wirkstoffe treten in nachweisbaren Mengen auf, und ihre Wirkungen sind klar belegt“, sagt Prof. Jürgen Tautz, Biologe, Bienenforscher und Gründer der BEEgroup am Biozentrum der Universität Würzburg.

Streng genommen ist die Apitherapie gar nicht neu. Sie gilt als die älteste Medizin, die der Mensch schon seit über 6000 Jahren anwendet. „Besonders Honig zur Wundheilung, Propolis als natürliches Antibiotikum, aber auch Bienenstiche als älteste Form der Bio-Akupunktur oder als Injektionskur sind uralte apitherapeutische Anwendungen“, erklärt Dr. Stefan Stangaciu, Vorsitzender des Deutschen Apitherapie-Bundes in Weilheim-Marnbach.

Magen-Darm-Infekt - Propolistinktur

Zutaten: 50 g Propolis-Harz, 100 ml 70–90%iger Weingeist (Apotheke)

Harz einfrieren, im Mörser zerstoßen. In ein Schraubdeckelglas geben, mit Weingeist übergießen, Glas verschließen. Bei Zimmertemperatur 2–3 Wochen ziehen lassen, Harzrückstände herausfiltern, Tinktur in eine dunkle Flasche füllen. Kühl lagern (max. 1 Jahr). Bis zu 10-mal täglich 1 TL mit 1/2 Tasse Wasser verdünnt einnehmen.

Heiserkeit und Husten - Fenchelhonig

Zutaten:

30 g zermahlene oder zerstoßene Fenchelsamen, 1/2 l Wasser, 500 g Honig

Fenchelsamen in Wasser aufkochen, zugedeckt 20 Minuten ziehen lassen. Abgekühlt gründlich mit dem Honig vermischen. Fenchelhonig in eine dunkle Flasche füllen, 6-mal täglich 1 TL langsam im Mund zergehen lassen.

Honigkuchen: Probieren Sie unser leckeres Rezept >>

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