Alternative Medizin

Haustiere Tiere als Heiler

Es sollte sie auf Rezept geben: Pferde, Hunde, Katzen, Vögel oder Fische schützen vor Herzinfarkt und Schlaganfall, erkennen Krebs und bauen Stress ab.
    

Diese treuen braunen Augen, die uns anbeten, dieses sanfte Schnurren, das uns entstresst… Haustiere zählen zu den wichtigsten Wohlfühlfaktoren des Menschen, bestätigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wissenschaftsforschung in Berlin an rund 10 000 Bundesbürgern. Und nicht nur das: Internationale Studien zeigen, dass unsere Freunde auf vier Pfoten, mit Schuppen oder Federn auch das Immunsystem stärken, vor Allergien schützen, Krebs erkennen, bei Alzheimer helfen, das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko senken.

ADRESSEN & TIPPS

Bücher: „Tiere als Therapie“, Dr. Sylvia Greiffenhagen, Kynos, 336 Seiten, 21 Euro ; „Heilende Haustiere“, Dr. Marty Becker, riva, 288 Seiten, 22 Euro.

Weitere Infos: Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft, Postfach 11 07 28, 28087 Bremen, www.mensch-heimtier.de

Im Buchhandel oder zu bestellen über: info@vitaldirekt-shop.de oder Tel. 0 18 05/15 70 00 (vitaldirekt, 14 Cent/Min., abweichender Mobilfunktarif)

Arzt ohne Studium

Hunde sind Kernspintomographen oder Ärzten in bestimmten Bereichen meilenweit überlegen – ganz ohne Studium. Ihre feuchte Schnauze ist mit über 220 Millionen Riechzellen ausgestattet, siebenmal üppiger als die Menschennase. Das Hochleistungsorgan ist so fein justiert, dass es einzelne Moleküle wie Benzolderivate erschnüffelt, die von Tumoren produziert werden. US-Psychiater Dr. Michael McCulloch von der Pine Street Clinic in San Anselmo, Kalifornien, wies nach, dass speziell trainierte Hunde Hautkrebs-Gewebeproben mit einer 97-prozentigen Treffsicherheit aufspüren – Ärzte „nur“ zu 66 Prozent.

Seine Kollegin Dr. Carolyn Willis vom Amersham Hospital im britischen Buckinghamshire entdeckte, dass Hunde Blasenkrebszellen in einer Urinprobe mit einer Sicherheit von 41 Prozent erkennen. Lungenkrebs spüren sie in der Atemluft auf – mit 99-prozentigem Erfolg! Und Brustkrebs entdecken die Vierbeiner zu 88 Prozent – besser als die Mammographie. Noch gibt es nur wenige ausgebildete Hunde, die fast ausschließlich in der Forschung eingesetzt werden. Weiter verbreitet ist „Dr. Dog“ bei Diabetikern oder Epileptikern. Er erkennt bei Frauchen oder Herrchen erste Anzeichen einer akuten Verschlechterung ihrer Krankheit und schlägt Alarm. Die Anschaffung eines solchen Spezialhundes kostet allerdings 6000 bis 8000 Euro – die Kassen zahlen nicht. Doch „unser bester Freund“ kann noch viel mehr.

Promotion
Anzeige
1 von 4
Schlagworte
Alternative Heilmethoden | Forschung | Gesund
Autor
Dorothea Palte