Erkrankungen

Gesundheit Brustkrebs: Neue Forschungsergebnisse

Krebs-Forschung

Viren ermöglichen eine Impfung

Schon lange wird an einer Impfung gegen Krebs geforscht. Das Problem: Häufig wirkt sie nicht, da der Tumor in seiner Umgebung eine Art Immunschwäche erzeugt. Der Körper erkennt deshalb nicht, dass er gefährlich ist. Jetzt gelang es Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover, zumindest bei Mäusen mithilfe von speziellen Viren eine Entzündung im Tumor auszulösen. Wurde danach geimpft, konnte das Immunsystem den Tumor und sogar Metastasen komplett beseitigen. Die Wissenschaftler hoffen, das Vefahren in „wenigen Jahren“ an Menschen testen zu können.

Antikörper töten gezielt

Die Antikörper-Therapie (engl. „targeted therapy“) ist derzeit die modernste Behandlungsmethode gegen Krebs. Dabei kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die Tumorzellen entweder geschickt „markieren“, sodass die körpereigenen Abwehrkräfte sie erkennen und bekämpfen können. Oder es wird ein Präparat eingesetzt, das bestimmte Botenstoffe blockiert und dem Tumor so die notwendige Blutversorgung entzieht. Dritte Möglichkeit: Der Antikörper besetzt auf den Tumorzellen bestimmte „Schalter“ – Signalbotenstoffe, die das Tumorwachstum fördern, docken nicht mehr an. 

Zur Vorsorge? Zyklus beachten!

Frauen vor den Wechseljahren sollten am besten immer in ihrer ersten Zykluswoche einen Mammographie- Termin bei ihrem Gynäkologen vereinbaren. Grund: Zu dieser Zeit ist das Brustgewebe weniger dicht und weniger angeschwollen. Das Ergebnis der Vorsorgeuntersuchung fällt dadurch deutlich genauer aus. Das ergab eine Studie des Group Health Research Institutes in Seattle, in die Resultate aus 387 000 Mammographien einflossen. Dabei wurde knapp 1300 Mal Brustkrebs entdeckt. Fest steht jetzt auch: Nur größere Tumore lassen sich auch noch später im Zyklus fehlerfrei nachweisen.

Infos auf erster Hand

Der Krebsinformationsdienst (KID)

Hier erhalten Betroffene und Angehörige die aktuellsten Informationen rund um das Thema Krebs. Kostenlose Hotline 08 00/4 20 30 40 oder www.krebsinformationsdienst.de

Mammographie wirkt nachhaltig

Alle zwei Jahre können Frauen zwischen 50 und 69 kostenlos ihre Brüste untersuchen lassen. Doch nach wie vor nutzt nur jede zweite von ihnen das „Mammographie-Screening“. Neben der Angst vor einem möglichen Tumorfund, haben viele Zweifel, ob das Programm etwas bringt. Eine schwedische Studie, für
 die Frauen 29 Jahre lang nachbeobachtet wurden, belegt jetzt eindrucksvoll, dass das Mammographie-Screening die Brustkrebs-Sterberate um 30 Prozent senkt. Zusätzliche Sicherheit bringt ein Brust-Ultraschall, der ca. 60 Euro kostet (keine Kassenleistung).

Gentest erspart Chemotherapie

Chemotherapie – ja oder nein? Das 
ist für die meisten Frauen nach der 
Brustkrebs-OP eine elementare Fra
ge. Sie fürchten vor allem die oft 
heftigen Nebenwirkungen wie Haarausfall und hohes Fieber. Jetzt gibt
 es jedoch einen Test, der 21 Gene in einer Tumorprobe untersucht – so ist medizinisch abschätzbar, wie sinnvoll eine Chemotherapie für eine Patientin wäre. In einer aktuellen Studie konnte in fast einem Drittel der Fälle dadurch der Therapieplan geändert und meist auf eine Chemotherapie verzichtet werden. Die neuen Leitlinien der Europäischen Fachgesellschaft für medizinische Onkologie empfehlen den Einsatz des Gentests bereits. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.oncotypedx.com/de-DE/Breast.

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