Gelenk- und Arthrose-Special

Handpflege In besten Händen

Sie sind ein Meisterwerk der Anatomie mit erstaunlichen Fähigkeiten: Sie streicheln sanft, packen hart zu, bringen Instrumente zum Klingen, Körper zum Entspannen, können Sprachen ersetzen und Gefühle vermitteln. Also, Applaus für unsere Hände, denen wir hier alle Aufmerksamkeit widmen.
Handpflege mit Creme
       

Der früheste Sinn: Tasten

Die taktile Wahrnehmung ist das erste ausgebildete Sinnessystem eines Embryos. Bereits ab dem zweiten Schwangerschaftsmonat existiert sie. Bei der Geburt ist der Tastsinn der von allen Sinnen am besten entwickelte. Mit etwa einem halben Jahr können Kinder unterschiedliche Materialien mit ihren Händen genauso gut ertasten wie mit dem Mund, mit 18 Monaten werden sogar feinste Unterschiede an Gegenständen mit den Händen gut wahrgenommen. Kinder, die nicht genügend taktile Erfahrungen machen, laufen Gefahr, sozial zu verkümmern und hinken in ihrer geistigen und emotionalen Entwicklung meist hinterher. Das liegt daran, dass ihnen wichtige Impulse fehlen, die für die soziale, kognitive und emotionale Entwicklung wichtig sind. Ein sehr großer Teil der kindlichen Entwicklung und des kindlichen Lernens läuft speziell in den ersten sechs Lebensjahren über den Tastsinn ab – das Kind begreift seine Umwelt durch Ertasten und Erfühlen, sodass aus Erfahrung Wissen wird.
 
Wie sich das Gehirn darauf einstellt, können Sie anhand einer Übung nachvollziehen: Kreuzen Sie Zeigefinger und Mittelfinger und klemmen Sie einen Bleistift dazwischen. Jetzt die Augen schließen und mit der ande- ren Hand den Bleistift auf- und abbewegen. Wie viele Bleistifte spüren Sie? Zwei? 
Was dahintersteckt: Kaum verändern wir unsere gewohnte Fingerhaltung, lässt sich der Tastsinn täuschen! Ein einzelner Bleistift kann normalerweise nicht gleichzeitig den Zeigefinger und den Mittelfinger außen berühren. Unser Gehirn hat sich diese Erfahrung eingeprägt. Deshalb wird ein solcher Berührungsreiz bei geschlossenen Augen automatisch als „zwei Gegenstände“ inter- pretiert. Nur wenn wir die Augen öffnen und sehen, was zwischen den verschränkten Fingern tatsächlich geschieht, verschwindet der Eindruck.
 

Training macht jünger

Im Alter lässt unser Tastsinn um bis zu 40% nach! Darum gehen uns filigrane Alltagsarbeiten immer schwerer von der Hand: Hemdknöpfe sind zu klein, Schlüssel wollen nicht ins Loch, Kleingeld nicht aus dem Portemonnaie. Eine zentrale Frage in der Altersforschung: Sind die vielen Beeinträchtigungen tatsächlich das Ergebnis von Degenerations- und Abnutzungserscheinungen? Dabei ist es oft ein sensorisches Problem. Sensorik kann mit gezieltem Training geschult werden. Studien an der Ruhr-Universität Bochum zeigten: Schon nach dreistündiger Stimulierung (die Fingerspitzen wurden mittels einer vibrierenden Membran ganz leicht gereizt) konnten signifikante Erfolge erreicht werden. Die Fähigkeit, Reize in Bezug auf zeitlichen und örtlichen Abstand zu unterscheiden, verbesserte sich bei Testpersonen (65–89 Jahre) um rund 30 Jahre.
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