Gelenk- und Arthrose-Special

Gesundheit Naturheilkunde: Knieschmerzen lindern

Akupunktur

Akupunktur 

Mit feinen Nadeln gegen den Schmerz? Ja, das funktioniert. Sechs- bis zehnmal bekamen die Patienten in Berlin jeweils 30 Minuten lang zwölf Nadeln ins betroffene Knie. „Durch Nachstechen konnten wir die Wirkung noch intensivieren“, sagt Prof. Michalsen. „Sie beruht auf einer Hemmung der Schmerzverarbeitung im Rückenmark.“ 70 Prozent der Kniepatienten brachte die Methode der traditionellen chinesischen Medizin eine deutliche Linderung.

Blutegel 

Nicht gerade die angenehmsten Zeitgenossen. „Aber ihre Wirkung übertrifft alles, was wir im Bereich Schmerztherapie haben“, sagt Michalsen. Insgesamt fünf Studien führte er durch. Sie zeigen: Wer sich ein- bis zweimal jährlich von Egeln ins Knie beißen lässt, ist gleich für mehrere Monate schmerzfrei. Der Grund: Im Speichel, den die Tiere in die Wunde spucken, fanden die Forscher 30 bis 100 Stoffe, die schmerzstillend, entzündungs- und gerinnungshemmend wirkten.

Ayurveda 

Auch eine zwölfwöchige Kur nach Vorgaben der indischen Medizin half Kniepatienten nachhaltig. Massagen mit einem warm-öligen Kräutersäckchen, gefüllt mit Bockshornklee, Kümmel, Zitrone und Zwiebel, regten die Durchblutung im Gelenk an. Regelmäßige Yoga-Übungen stärkten die Kniemuskulatur und brachten den Gelenkstoffwechsel auf Trab. Studienleiter Dr. Christian Keßler: „Sehr viele Teilnehmer waren nach der Kur beschwerdefrei.“

Schröpfen 

Schröpfgläser wurden schon 3000 v. Chr. verwendet. „Sie erzeugen einen Unterdruck im Gewebe“, erklärt Prof. Michalsen. „Das fördert die Durchblutung und setzt einen Gegenreiz zu den Schmerzen im Knie.“ Fünf bis zehn Minuten bleiben die unterschiedlich großen Gläser auf der Haut. „Die Methode ist vollkommen schmerzfrei und kann nach einer Einführung durch den Arzt auch zu Hause vom Patienten durchgeführt werden“, sagt Michalsen. Am besten regelmäßig.

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Gesund | Therapie