Homöopathie

Homöopathie für Kinder Koliken oder Zahnschmerzen - Globuli helfen!

Homoöpathie bei Kindern
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Eltern zu sein ist wohl die dankbarste und wundervollste Aufgabe, die es im Leben gibt. Natürlich will man, dass es dem Nachwuchs auch immer gut geht. Spätestens mit der Anmeldung im Kindergarten beginnt ein nicht enden wollender Strom von Krankheiten - von Fieber über Durchfall bis hin zu Masern und Windpocken gibt es nichts, was Kinder auslassen. Und als Eltern zittert man jedes Mal. Bei der Heilung möchte man natürlich eine möglichst schonende Behandlung für das Kind. Aus diesem Grund greifen Eltern gerne auf homöopathische Mittel zurück. Denn sie gelten als gut verträglich und haben keine bis kaum Nebenwirkungen. Allerdings gibt es auch bei Globuli einiges zu beachten. Gerade bei der Dosierung sollte man aufpassen. 

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Ab wann sollten Kinder homöopathische Mittel bekommen?

Natürlich haben auch wir uns schon mit dem Thema Familie und Homöopathie beschäftigt. Und obwohl manche alternative Internetseite und auch mancher Arzt eine homöopathische Behandlung schon für Babys und Kleinkinder empfehlen, solltet Ihr diesem Ratschlag skeptisch gegenüberstehen. Dies liegt vor allem an den Wirkstoffen, welche in Globuli vorhanden sind. Beispielsweise basieren die Wirkstoffe Belladonna oder Nux vomica auf Tollkirsche und Brechnuss. Beide Pflanzen sind hochgiftig. Zwar werden die Bestandteile in Globuli stark verdünnt, allerdings kann auch eine geringe Dosierung bei einem Kleinkind oder Baby zu Krämpfen und Durchfall führen.

Zuletzt so geschehen in den USA. Dort litten 2016 über 400 Kinder unter den genannten Beschwerden, zehn Kinder starben sogar nach der Einnahme von Belladonna. Der Hersteller hatte den in der Pflanze enthaltenen Wirkstoff Atropin bei der Fertigung seiner Globuli nicht stark genug verdünnt (den gesamten Fall könnt Ihr auf www.zeit.de nachlesen). Nun ist solch ein Fall in Deutschland nicht möglich, da hier auch homöopathische Mittel einer strengen Kontrolle unterliegen, er macht aber deutlich, dass man durchaus falsch dosieren kann. Deshalb solltet Ihr Globuli bei Säuglingen und auch in der Schwangerschaft, wenn überhaupt, nur mit Bedacht nutzen. 

Kinderkrankheiten - Symptome und Behandlung
Kind ist krank und bekommt Medizin von den Eltern

Welche Mittel helfen für was?

Ist dein Kind alt genug und leidet unter den typischen Kinderkrankheiten, gibt es je nach Symptomen ganz verschiedene homöopathische Mittel.

Acontium: Bei Fieber oder einer Ohrenentzündung kann Acontium helfen. Es wird aus Eisenhut gewonnen, welcher schon lange Bestandteil vieler Arzneimittel ist.

Arnica: Zahnschmerzen oder Muskelschmerzen können mit Arnica behandelt werden. Die beliebte Pflanze Arnica ist Hauptbestandteil dieses homöopathischen Mittels. Sie enthält viele Wirkstoffe, die auch in herkömmlichen Medikamenten enthalten sind. 

Belladonna: Leidet Euer Kind unter Magen- und Darmbeschwerden, könnte Belladonna hilfreich sein. Auch bei Schlafstörungen soll Belladonna Linderung bringen. Durch den Wirkstoff Atropin, welcher aus der schwarzen Tollkirsche gewonnen wird, ist ein vorsichtiger Umgang ratsam.

Calcium carbonicum: Hilfreich soll Calcium carbonicum vor allem bei Heuschnupfen oder einer ähnlichen Allergie sein. Hauptbestandteil ist Kalziumkarbonat, welches unter anderem aus der Austernschale gewonnen wird.

Calcium phosphoricum: Auch Kinder können unter Kopfschmerzen und Rückenschmerzen leiden. Bei solchen Beschwerden kann Calcium phosphoricum Abhilfe schaffen. Es ist eine Mischung aus Phosphorsäure und Calciumhydroxid. In seiner reinen Form kommt der Stoff in der Natur nicht vor.

Chamomilla: Der Stoff wird aus Kamille gewonnen und soll Kindern bei Koliken und Mädchen bei Menstruationsschmerzen helfen. Auch andere Leiden wie Zahn-, Ohren- und Bauchschmerzen sollen von Chamomilla gelindert werden.

Phosphorus: Phosphorus soll bei Kindern gegen Reizhusten oder anderen Beschwerden der Lunge helfen. Wie der Name erahnen lässt, wird Phosphorus aus Phosphor hergestellt. Da Phosphor in der Natur nicht ungebunden vorkommt, muss er erst extrahiert werden. 

Die Dosis hängt natürlich von der Stärke der Erkrankung ab. Die Potenzen schwanken zwischen D6 und D12. Die Anzahl der Pillen und die Häufigkeit der Einnahme sollten vorher dringend mit dem Hausarzt besprochen werden. Wir raten von einer Selbstmedikation ab.

Globuli bei allen Krankheiten?

Auch wenn Verfechter der Homöopathie etwas anderes behaupten mögen, solltet Ihr homöopathische Mittel nicht oder nur nach Absprache mit dem Arzt gegen schwerere Erkrankungen einsetzen. Noch immer ist die Wirkung von homöopathischen Mitteln nicht nachgewiesen. Masern, Windpocken, Mumps, aber auch eine Lungenentzündung sind Krankheiten, mit denen nicht zu spaßen ist. Wenn Euer Kind unter einer schweren Krankheit leidet und Ihr zugunsten von Globuli auf Medikamente mit erwiesenen Wirkungen verzichtest, setzt Ihr Euer Kind einer unnötigen Gefahr aus.

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Schlagworte
Globuli | Homöopathie | Immunsystem | Krankheiten
Autor
Alexander Scherb
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