Homöopathie

Homöopathie-Special Homöopathie mit Sofortwirkung

Passionsblume

Ein weitverbreiteter Irrglaube besagt, dass Homöopathie viel Zeit braucht, um zu wirken. Doch bestimmte Mittel bessern die Beschwerden genauso rasch wie synthetische Medikamente: die homöopathischen Komplexmittel. Sie bestehen aus verschiedenen homöopathischen Einzelmitteln, die über einen ähnlichen Wirkmechanismus verfügen – fertig gemischt und optimal aufeinander abgestimmt. Weil sie bei verschiedenen Symptomen der Krankheit ansetzen, erreichen sie ein breites Wirkspektrum. Und das ohne Nebenwirkungen. Noch ein Vorteil: Da die aufwendige Auswahl der Einzelmittel entfällt, eignen sich homöopathische Komplexmittel besonders gut, um sich selbst zu behandeln.

Große Studie in Arztpraxen
Nervosität, innere Unruhe oder Schlafstörungen: Patienten mit solchen Beschwerden suchen oft Hilfe in naturheilkundlich orientierten Praxen. In einer Untersuchung wurde jetzt die Wirksamkeit des homöopathischen Präparats „Neurexan“ bei der Behandlung von Nervosität und innerer Unruhe mit Präparaten auf Basis von Baldrian verglichen. An der Studie nahmen bundesweit 826 Patienten teil, die Mehrzahl davon Frauen, die in 49 naturheilkundlich ausgerichteten allgemeinärztlichen Praxen behandelt wurden. Dabei zeigte sich, dass das homöopathische Komplexmittel offensichtlich in der Lage ist, Nervosität und Unruhe wirksamer zu lindern als Baldrianpräparate, berichtet Dr. Rainer G. Hübner, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Landau. „Neurexan“ bewirke eine schnellere Besserung und zeige positivere Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand. Zudem sei das Komplexmittel gut verträglich und stelle somit bei der Behandlung von Nervosität eine Alternative zu Kombinationstherapien auf Baldrianbasis dar. 

Vier Wirkstoffe in einem Mittel
Das homöopathische Komplexmittel „Neurexan“ enthält vier Wirkstoffkomponenten, also vier homöopathische Einzelmittel: Passionsblume (Passiflora incarnata) wirkt bei nervösen Schlafstörungen und Unruhezuständen; Hafer (Avena sativa) hilft bei Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen und Überforderung nach Krankheit; Kaffee (Coffea arabica) lindert Nervosität und Schlafstörungen; Zinkvalerianat (Zincum isovalerianicum) mildert nervöse Schlafstörungen mit „Restless Legs“ („unruhige Beine“). Die empfohlene Dosis liegt bei dreimal täglich einer Tablette, die man unter der Zunge zergehen lässt. Bei akuter Unruhe kann die Dosierung erhöht werden auf eine Tablette alle halbe oder jede Stunde, ingesamt bis zu zwölfmal täglich. 

Ähnliches mit Ähnlichem heilen
Kaffee gegen Unruhe? Das klingt erst einmal paradox. Doch in der Homöopathie verschafft genau das Mittel in kleiner Dosis Linderung, das in hoher Dosis die Beschwerden des Patienten verschlimmern würde. „Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden.“ Dieser homöopathische Grundsatz wurde erstmals im 5. Jahrhundert v. Chr. formuliert. Damals stellte der griechische Arzt Hippokrates eine Sammlung von mehreren Hundert Heilmitteln zusammen, die teilweise auf dem Ähnlichkeitsprinzip basierten. Doch erst sehr viel später erhielt die Homöopathie die nächsten Impulse: Der Schweizer Paracelsus (1493 bis 1541) interessierte sich für die altgriechische „Signaturenlehre“. Darunter versteht man die Auffassung, dass vom äußeren Erscheinungsbild einer Pflanze (Gottes „Signatur“) auf ihre Heil-Eigenschaften geschlossen werden kann.

Homöopathie – von Leipzig in die Welt
Samuel Hahnemann (1755 bis 1843) schließlich gilt als eigentlicher Begründer der Homöopathie und brachte sie zu Weltruhm. Der studierte Chemiker und Mediziner praktizierte neun Jahre als Arzt, bevor er das Ähnlichkeitsgesetz für sich entdeckte. Fortan forschte und behandelte er nur mehr auf diesem Gebiet – und das so erfolgreich, dass er an die Universität Leipzig berufen wurde. Von dort aus verbreitete sich die Lehre der Homöopathie über Deutschland nach ganz Europa. Schon Ende des 19. Jahrhunderts war sie auch in den USA bekannt. 

Ideal für die Selbstbehandlung
Heute ist Homöopathie so beliebt wie nie zuvor. Immer mehr Ärzte setzen bei leichten Beschwerden auf natürliche Mittel ohne Nebenwirkungen. Der gezielte Reiz, den die Arzneien setzen, greift dabei tief in Regulationsvorgänge des Organismus ein und stärkt seine Selbstheilungskräfte. Oft bedarf es gar nicht mehr, um einen Menschen wieder in die Balance zu bringen. Besonders wenn die Leiden eher seelisch-nervlich bedingt sind, wie z. B. Unruhe oder Schlafstörungen. Aber auch Erkältungen, Hautkrankheiten und leichtes Übergewicht lassen sich durch homöopathische Mittel effektiv behandeln. Kein Wunder, dass Homöopathie immer häufiger angewendet wird. Eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass heute mehr als die Hälfte der Deutschen schon einmal homöopathische Mittel verwendet hat (53 Prozent). Eine Verschreibung durch den Arzt oder Heilpraktiker hält die überwiegende Mehrheit der Befragten nicht für notwendig (74 Prozent). Denn viele machen die Erfahrung: Die homöopathische Medizin lässt sich auch von medizinischen Laien problemlos einsetzen.   

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