Ratgeber

Psychologie Burn-Out erkennen

Frau Burnout

Was bei Gesunden im Körper passiert

Fühlen wir uns „bedroht“, reagieren wir noch immer wie Steinzeitmenschen: Der Hypothalamus im Gehirn schüttet Botenstoffe aus, die über den Blutkreislauf blitzschnell die Nebennierenrinden erreichen. Dort wird das Stresshormon Kortisol produziert. Zusätzlich wird im Nebennierenmark Adrenalin gebildet. Das versetzt den gesamten Körper in Alarmbereitschaft, bereitet ihn vor auf „Flucht oder Kampf“. Können wir die Bedrohung ausschalten oder als harmlos entlarven, lässt die Anspannung nach, die Stresshormone werden abgebaut, Stoffwechsel und Psyche wechseln wieder in den Ruhe-Modus.

Was bei Burn-Out im Körper schiefäuft

Wer zum Beispiel im Job nichts daran ändern kann (oder darf), dass er die Arbeit kaum schafft, hat einen dauerhaft erhöhten Stresshormonspiegel, und der Körper läuft permanent auf Hochtouren. Dadurch tritt selbst dann keine Entspannung mehr ein, wenn die äußeren Umstände dazu einladen. Das schwächt die Abwehrkräfte und führt dazu, dass Betroffene den Stress als noch belastender empfinden. Gleichzeitig versuchen sie noch stärker, sich dagegen zu wehren. Häufig kommt ein Gefühl hinzu, das Experten „erlernte Hilflosigkeit“ nennen, ein Ausgeliefertsein. Die Burn-out-Falle schnappt zu.

Die drei Stufen des Burn-Out

Wie hoch ist Ihr Risiko, dass Ihre Lebenslage Sie ausbrennen lässt? Testen Sie es: Treffen zwei oder mehr Punkte der „Stufe eins“ auf Sie zu, sollten Sie sich um Hilfe bemühen und versuchen, Ihren Alltag weniger belastend zu gestalten. Beschreibt bereits eher „Stufe zwei“ Ihre Situation, dürfen Sie nicht länger zögern, zu einem Psychologen, Arzt oder Heilpraktiker zu gehen. Schon bei einer Antwort der Stufe drei: sofort professionelle Hilfe holen.
 

Stufe Eins Erste Anzeichen der Erschöpfung

Stufe Zwei Die Erschöpfung wird stärker. Der Mensch erkennt sich selbst manchmal nicht wieder – das Verhalten ist verändert.  

Stufe Drei Körper, Seele und Geist steuern auf die totale Erschöpfung zu. Der Lebensmut schwindet. 

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Gesund | Psychologie | Verhalten