Ratgeber

Online-Ratgeber Computer statt Couch

Zum Psychologen gehen? Ich bin doch nicht verrückt! So denken immer noch viele. Und jene, die sich überwinden, landen auf langen Wartelisten. Klar, dass Beratungs-Portale im Internet boomen. Sie bieten Anonymität und Erreichbarkeit. Doch welche Angebote sind seriös? VITAL sagt, worauf es ankommt.
Frau liegt mit Laptop auf einer weißen Couch
    

Hoffentlich sieht mich keiner – die klassische Angst beim Betreten einer Psychologischen Praxis. Wenn es überhaupt so weit kommt. Bis zu 100 Tage müssen seelisch Angeschlagene einer aktuellen Umfrage der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung zufolge hierzulande auf ein Erstgespräch warten. Fatal genug, welche seelischen Nöte können so lange auf die Wartebank? Anders im Internet. Ohne monatelange Hängepartie kann es online gleich losgehen: Den Berater aussuchen, das Problem im Kontaktformular beschreiben, elektronisch abschicken und ruck, zuck kommt das Codewort, mit dem sich Hilfesuchende anmelden und ein persönliches Beratungsangebot anfordern können. Alles verschlüsselt, alles anonym. Das gilt aber auch für die „Gegenseite“.

Nicht bei allen Angeboten ist sofort erkennbar, wer da mit wie viel Fachwissen berät. Computergenerierte Floskeln helfen nicht weiter. Ärgerlich auch, wenn wie so oft gutes Geld verlangt wird – und das Angebot dann nicht hält, was es verspricht.

Welchen Online-Ratgebern kann ich vertrauen?

Deshalb hat der Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) in Berlin Qualitätskriterien und ein Gütesiegel entwickelt. Beides zusammen soll zeigen, welche Online-Angebote vertrauenswürdig sind. Die fünf, die wir vorstellen, gehören dazu und leisten wertvolle Hilfe, haben aber Grenzen: „Bei schweren psychischen Störungen, die mit Medikamenten und eventuell in einer Klinik behandelt werden sollten, muss die Online-Therapie passen“, sagt BDP-Referent Fredi Lang.

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Schlagworte
Psychologie | Psychotest
Autor
Gela Brüggemann