Ratgeber

Die Botenstoffe des Körpers Die Macht der Hormone

Weit über 100 Botenstoffe sind die Regisseure unseres Lebens. Welche Rolle sie bei Frauen mit 30, 40 und 50 spielen und was sie sanft stimuliert.

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Sie gelten als Jungbrunnen, Energiespender oder Liebesturbos – die rund 100 Hormone, die bisher bekannt sind. Die Macht dieser Botenstoffe ist nach aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft sogar noch größer als bisher angenommen. Das trifft aber nur auf die körpereigenen zu.

Mehr Infos

Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie, Mozartstrasse 23, 93128 Regenstauf, www.endokrinologie.net

Ganz anders sieht es bei den Anti-Aging-Hormonen aus, die geschluckt oder gespritzt werden. Besonders die Wachstumshormone, noch vor Kurzem hochgepriesen als Garant ewiger Jugend, werden zunehmend kritisch betrachtet. „Es gibt keinerlei Hinweise, dass Wachstumshormone beim Anti-Aging irgendetwas bringen. Sie sind sehr teuer, müssen injiziert werden, weil eine orale Einnahme nicht hilft. Und Produkte aus dem Internet enthalten zum Teil gar kein Wachstumshormon“, warnt der Mainzer Endokrinologe Prof. Christian Wüster, Lehrbeauftragter an der Universität Heidelberg und Mitbegründer des European Center for Aging Research and Education (ECARE). „Es gibt zudem Studien, die von Nebenwirkungen wie Schwellungen an Armen und Beinen, abnormalem Knorpelwachstum und Diabetes berichten. Auch ein erhöhtes Krebsrisiko wird vermutet.“ Ähnlich kritisch wird heute der Einsatz etwa von Östrogenen und Gestagenen in der Wechseljahrstherapie gesehen. Prof. Wüster: „Bei erhöhtem Risiko für Brustkrebs, etwa bei Übergewicht, Rauchen oder Mammatumoren in der Familie, ist eine Hormonersatztherapie absolut tabu.“ Tatsächlich brauchen Frauen auch nur selten künstliche Hormone. Denn egal, ob mit 30, 40 oder 50: Meist lässt sich ein typisches Ungleichgewicht der jeweiligen Lebensdekade mit ganz einfachen natürlichen Maßnahmen ausbalancieren.

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