Ratgeber

Gesundheit Die richtige Diabetes-Therapie

Diabetes

„Wichtig ist die richtige Anfangsdiagnose“, betont Prof. Stephan Jacob. „Ein Typ-1-Diabetiker muss Insulin spritzen. Beim Typ 2 gibt es verschiedene medikamentöse Optionen.“

Basistherapie 

Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind das A und O der Diabetesbehandlung, weil beides den gestörten Stoffwechsel wieder ins Lot bringen kann. „Ein gesunder Lebensstil hilft Medikamente sparen“, sagt Prof. Jacob. Beim Typ 2 gilt: Wer drei bis fünf Kilo abnimmt, verringert sein Risiko, Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Nieren-, Augenoder Fußschäden zu entwickeln, bereits drastisch.“

Orale Antidiabetika Die Behandlung mit Tabletten eignet sich nur für Patienten mit Typ-2-Diabetes. Sie werden eingesetzt, wenn eine Lebensstiländerung allein nicht genügt. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die beispielsweise den Anstieg des Blutzuckerspiegels verzögern, die Insulinausschüttung anregen oder die Wirkung des Insulins im Körper verbessern. Prof. Jacob: „Neu wird in der nahen Zukunft ein Medikament sein, das dafür sorgt, dass der Zucker über die Nieren ausgeschieden wird.“ Klinische Studien laufen bereits.

Info

Der Deutsche Diabetiker Bund unterstützt mit Beratung, Schulungen und speziellen Infos für Eltern und Kinder (www.diabetikerbund.de).

DiabetesDE bietet Hintergrundinfos, Expertenchats (www.diabetesde.org) und eine 24-h-Hotline: 01802-505 205. (6 Cent/Anruf a. d. Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent/Minute).

„Gesünder unter 7“ klärt umfassend über den Langzeitblutzuckerwert HbA1c auf (www.gesuender-unter-7.de).

Konventionelle Insulin-Therapie Darunter versteht man eine Behandlung mit Mischinsulinen, die zweimal täglich gespritzt werden. Diese Therapie eignet sich für Typ-2-Diabetiker mit regelmäßigem Tagesablauf, die zuverlässig eine bestimmte Kohlenhydratmenge essen können. Sonst droht Über- oder Unterzuckerung. Die Mischinsuline werden 30 Minuten vor oder zur Mahlzeit gegeben.

Intensivierte konventionelle Insulin-Therapie Sie kombiniert ein kurz wirksames Analog-Insulin zu den Mahlzeiten mit einem sogenannten Verzögerungsinsulin morgens und abends. Das ermöglicht eine flexiblere Tagesgestaltung mit wechselnden Essenszeiten und Kohlenhydratmengen. Die Vorteile: Erhöhte Zuckerwerte lassen sich schnell korrigieren. Dank gut eingestellter Werte gibt es weniger Folgeerkrankungen.

Insulinpumpe Sie ahmt eine gesunde Bauchspeicheldrüse nach, wird rund um die Uhr getragen und gibt kontinuierlich eine bestimmte Menge schnell wirksames Insulin in den Körper ab. Über einen Schlauch ist die Pumpe (z. B. „OmniPod“) mit einer Injektionsnadel unter der Haut verbunden. Per Knopfdruck lässt sich zusätzliches Insulin abrufen. Flexible und optimale Blutzuckerwerte. 

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