Ratgeber

Tee Genusserlebnis Tee

Eine Tasse frisch aufgebrühter Tee wärmt durch, belebt oder entspannt. Und weil die Vielfalt in den Läden kaum überschaubar ist, serviert Ihnen VITAL ein Tee-Lexikon und schöne Produkte.
Tee Genuss
   

Vor dem Fenster Nebel, Flocken oder Regen. Wir lassen das Grau einfach draußen, kuscheln uns in eine Wolldecke und verwöhnen uns mit einem Glas Tee. Nichts anderes wirkt so tröstlich. Kein Wunder, dass Tee zu den beliebtesten Getränken zählt. Und kein Witz: Die Ostfriesen liegen beim Teetrinken weltweit auf Platz eins. Rund 300 Liter trank jeder Ostfriese 2010, gefolgt von den Kuwaitern mit 290 Litern und den Iren mit 257 Litern. Wir sagen Ihnen, was den Geschmack bestimmt, und zeigen Ihnen schönes Neues  für die private Teestunde.

Schwarzer Tee

Bernsteinfarben, dunkelbraun oder tiefgolden – frisch gebrühter schwarzer Tee hat viele Farben. Und je nach Herkunftsland, Klima, Beschaffenheit des Bodens und der Lage auch unterschiedliche Qualitäten und Geschmacksrichtungen.
Wer ein kräftiges Aroma schätzt, trinkt Assam-Tee, benannt nach dem indischen Anbaugebiet Assam. Wir kennen ihn als Bestandteil von Teemischungen wie dem Ostfriesen-Tee. Als einer der feinsten und facettenreichsten Tees gilt Darjeeling-Tee von den steilen Berghängen des Darjeeling.
Angenehm frisch-herb schmeckt Ceylon-Tee aus Sri Lanka. Vom afrikanischen Kontinent kommt der kräftige Kenia-Tee mit leichter Limonen-Note. Weniger Gerbstoffe und Koffein als andere Schwarztees enthält der chinesische blumig-milde Keemun-Tee.

Welken, rollen, trocknen
Ob schwarzer, grüner oder weißer Tee, den „Grundstoff“ liefert die Teepflanze. Ihre Blätter werden in allen Teegärten der Welt in mühevoller Handarbeit gepflückt. Für ein Kilo aufgussfertigen Tee müssen vier Kilo, also die vierfache Menge, an frischen Teeblättern gepflückt werden. Ihre Weiterverarbeitung macht den Unterschied: Schwarzer Tee soll nach der Ernte zunächst welken. Die frischen Blätter werden, auf Siebe gelegt, in einer warmen Um gebung ausgebreitet.
Im Laufe eines Tages verlieren sie bis zu 30 Prozent ihrer Feuchtigkeit. Danach kommen sie in die Rollmaschine. Die bricht die Blattzellen auf, der Blattsaft kann austreten. Bei feuchtwarmen 30 Grad Celsius folgt die Fermentation, eine Art Oxidation. Erst dieser Prozess färbt die Teeblätter schwarz. Zum Schluss geht’s zum Trocknen auf ein Laufband mit Heißluft.

Broken oder Dust – je nach Größe des Teeblatts
Teekenner schauen auch auf die Blattgröße. Beim Rollen entstehen unterschiedlich große Blattteile, die später in Blatt-Tee, Broken-Tee, Fannings oder Dust sortiert werden. Das nahezu ungebrochene Blatt wird wegen seines feinen Aromas geschätzt. Fannings und Dust sind qualitativ keineswegs schlecht, nur lösen sich die Tee-Inhaltsstoffe sehr schnell. Sie werden deshalb bevorzugt in Teebeuteln verwendet. Tees mit der Bezeichnung FBOP (Flowery Broken Orange Pekoe) oder BOP (Broken Orange Pekoe) bestehen aus den sehr hochwertigen Knospen oder den direkt darunter wachsenden Blättern.
Die Qualität hängt auch von der Ernteperiode ab: Von den etwa sieben Ernten im Jahr zählen First Flush (die erste Ernte im Frühjahr) und Second Flush (die zweite im Mai) zu den besten.

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