Ratgeber

Gesundheits-Irrtümer

Spinat

Spinat macht stark

Es gibt einen Schuldigen, auf den der Mythos "Spinat verleiht Superkräfte" zurückzuführen ist: Popeye. Schließlich exisitert das Gerücht, dass genau dieses Gemüse einen sehr hohen Eisengehalt hat, schon quasi seit Jahrzehnten. Das traf vor allem diejenigen hart, die das nicht gerade beliebte Gemüse in rauen Mengen essen mussten und sich über den ausbleibenden Muskelaufbau wunderten. Die Angaben über einen besonders hohen Eisenanteil basieren auf einem Rechenfehler aus dem Jahre 1890. Aufgedeckt wurde dieser Irrtum erst sehr viel später, ja es wurde sogar bestätigt, dass Spinat fast nur aus Wasser besteht und einen eher geringeren Eisengehalt hat als Schokolade. Sesam, Broccoli, Linsen und Mohn dagegen sind gute Eisenlieferanten.

Rohkost gesünder als gegartes Gemüse

Vor allem figurbewusste Menschen halten sich vor allem an Salat und rohes Gemüse. Sie leben schließlich in dem Glauben, dass sie mit Rohkost nicht nur schlank bleiben, sondern ihren Körper noch dazu mit mehr wertvollen Vitaminen versorgen als mit gegartem Gemüse. Ist das wirklich wahr oder nur ein Irrglaube? Neusten Studien zufolge sollen bei gekochtem Gemüse nicht so viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen, wie bislang angenommen. Tatsächlich enthält schonend gegartes Gemüse genauso ausreichend Nährstoffe und ist außerdem leichter zu verdauen. Wer also am Abend Magengrummeln lieber vermeiden möchte, sollte sich für gegartes Gemüse entscheiden.

Wunden an frischer Luft heilen schneller

Jeder hat noch den gut gemeinten Ratschlag von Mama in den Ohren, offene Wunden besser an der Luft heilen zu lassen. Tatsache ist jedoch, dass diese Empfehlung nur für kleine und wirklich saubere Schürf- oder Schnittwunde gilt. Sobald Schmutz mit der Verletzung in Berührung kommt, muss sie unbedingt gereinigt, desinfiziert und mit einem Pflaster versorgt werden. Wunden heilen nämlich nachweislich in einem feuchten Milieu am besten und auch der Narbenbildung wird damit vorgebeugt.

Kälte macht krank

Kälte, Frau
Auch wenn der ein oder andere noch davon überzeugt ist: der Zusammenhang zwischen kalten Temperaturen und Schnupfen, Fieber & Co. ist an den Haaren herbeigezogen. Es sind Viren, die sich leichter in unseren Körpern ausbreiten. Winterliche Heizungsluft trocknet die Nasenschleimhaut schneller aus und wird damit zur Angriffsfläche Nummer Eins. Weil wir dann häufiger zum Taschentuch greifen werden gefährliche Keime an den Händen in der Nase platziert. Damit steht einem Schnupfen oder einem grippalen Infekt nichts mehr im Wege. Daher sollten Sie vor allem in den Wintermonaten auf eine ausreichende Handhygiene achten!

Beine übereinanderschlagen führt zu Krampfadern

Für Frauen ganz typisch: übereinandergeschlagene Beine. Allerdings soll die zusammengepresste Haut hässliche Krampfadern verursachen, die meist nur durch eine Laserbehandlung entfernt werden können. Das ist ein großer Irrtum. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass eine bestimmte Sitzposition Venenleiden hervorruft. Trotzdem sollten Frauen, die durch eine Veranlagung zu Krampfadern oder Besenreißern neigen, auf ihre Körperhaltung achten.

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