Ratgeber

Kraft fürs Immunsystem

Bakterien, Viren, Pilze werden durch die körpereigene Abwehr gestoppt. 22 Tipps, wie Sie Ihr Immunsystem stärken
           

Sie kommen über die Atemluft, schmuggeln sich über die Nahrung ein oder schleichen durch kleine Risse der Haut in unseren Körper – Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten. Meistens merken wir das gar nicht, denn unsere beste Schutztruppe stoppt die Erreger: das Immunsystem. Jede Sekunde kämpfen rund 35 Milliarden Abwehrzellen gegen Eindringlinge in unseren Körper und kontrollieren Billionen Keime, die den Organismus besiedeln. Dabei wird das Abwehrsystem nicht nur von Medikamenten und Vitaminen beeinflusst. Bei manchen ganz einfachen Dingen ahnen wir gar nicht, was für einen guten Einfluss sie auf das Immunsystem haben. So sind nicht nur Entspannung und Schlaf gesund – sogar ein Lachen schützt vor Erkältungen. Hier sind 10 Bereiche mit 22 Tipps, die unserem Immunsystem jetzt richtig auf die Sprünge helfen.

NATÜRLICHE HILFE FÜR DEN HORMONHAUSHALT

Mit Mitte 40 beginnen oft unruhige Jahre. Auf die Regel ist kein Verlass mehr, viele Frauen spüren eine Unruhe und den Wunsch, noch einmal durchzustarten. In dieser Zeit bilden Eierstöcke und Nebennierenrinden immer weniger Geschlechtshormone wie Östrogen. Das führt zu einem Dominoeffekt: Weniger Sexualhormone = schwächeres Immunsystem = häufigere Infekte wie Blasenleiden. „Östrogen scheint das entzündungshemmende Enzym Caspase- 12 auszuschalten und so die schützende Immunreaktion zu fördern“, sagt die Immunologin Prof. Maya Saleh von der McGill Universität in Montreal. Ohne ausreichend Östrogen kann die körpereigene Abwehr ihre wichtigste biochemische Waffe, die Entzündungshemmer Zytokine, nicht mehr optimal einsetzen.

Tipp 1: Hülsenfrüchte wie Sojabohnen enthalten hormonähnliche Substanzen wie Isoflavone und Ligane, die eine hormonelle Dysbalance wieder ausgleichen können. Auch Leinsamen, Spargel, Flachssamen, Haferflocken oder Knoblauch liefern diese Phytoöstrogene. Empfohlen wird eine Tagesdosis von 40 bis 60 Milligramm pro Tag, also etwa 10 bis 15 Gramm Sojabohnen.  

Tipp 2: Der positive Effekt des natürlichen Östrogens besteht auch bei künstlichen Hormonen, wie dem 17-beta-Estradiol, die der Gynäkologe verschreiben kann.

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Schlagworte
Gesund | Ratgeber
Autor
Dorothea Palte