Ratgeber

Luft Einatmen. Ausatmen

Klingt ganz einfach und ist für uns so selbstverständlich, dass wir nicht weiter darüber nachdenken. Doch es lohnt sich, dem Lebenselixier Luft mehr Achtsamkeit zu schenken.
Frau atmet Luft ein vor einem Fenster
   

Kaum auf der Welt, machen sie schon alles richtig: Babys atmen tief und gleichmäßig in den Bauch hinein, Schultern und Nacken bleiben entspannt. Ein ganz natürlicher Prozess, den die meisten Menschen mit zunehmendem Alter wieder verlernen. Weil wir uns auf Dinge konzentrieren, die relevanter erscheinen: Termine bewältigen, Probleme lösen, zwischendurch schnell mit Freunden telefonieren, SMS schicken. Unsere Augen und Ohren sind überall - nur viel zu selten bei uns. 

Die Atmung beeinflusst uns

Dabei ist das so wichtig. "Wir leben in einer schnellen Zeit, sind gefordert und so auch überfordert“, sagt Sonja Pfingst-Bischof, ganzheitlich integrative Atemtherapeutin aus Düsseldorf. „Wir haben viele Ziele und Wünsche, laden uns gerne noch zusätzlich etwas auf. Das kann zur Unterversorgung mit Sauerstoff führen.“ Es bleibt buchstäblich keine Zeit mehr, um tief Luft zu holen. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse steht besonders die Generation zwischen Mitte 30 und Mitte 40 unter Druck, weil in dieser Lebensphase alles zusammenkommt: Kind, Haushalt, Karriere und die eigenen Eltern, die immer mehr Unterstützung benötigen. Acht von zehn Befragten dieser Altersgruppe fühlen sich gestresst, jeder Dritte sogar ständig. Diese äußere Belastung zieht eine innere nach sich: Wir atmen hektisch in den Brustkorb, nutzen die Lungenkapazität nicht voll aus. Durch einen solchen flachen Atemzug nehmen wir nur rund 0,2 Liter Luft zu uns, bei der Bauchatmung wäre es mehr als das Doppelte. „Ein unbewusster Schutzmechanismus“, erklärt Pfingst-Bischof: „Je flacher wir atmen, desto weniger fühlen wir. Wir spüren keine Grenzen mehr, stehen Belastungen durch – so lange, bis sich Symptome entwickeln, die uns dazu zwingen, etwas zu tun.“ Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verspannungen, Verdauungsprobleme bis hin zu Depressionen sind mögliche Folgen.

 
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Schlagworte
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Autor
Anna Butterbrod