Ratgeber

Nachtruhe Sanfte Hilfen bei Schlafstörungen

Natürliche Schlaf-Helfer

Jeder dritte Deutsche leidet ab und zu unter Schlafstörungen – besonders stark im Sommer: Dann stören Hitze und stickige Luft den Schlaf. Und sind Sie erst mal wach, signalisiert der frühe Sonnenaufgang: Zeit zum Aufstehen – lange vor dem Wecker - klingeln. Das kann lästig werden, wenn sich die ruhe losen Nächte häufen und Sie tagsüber allzu früh müde sind. Damit es gar nicht erst so weit kommt, können Sie mit anthroposophischer Medizin gegensteuern. Die kennt Heilmittel aus der Natur und fünf Tricks für den Alltag, die das Ein- und Durchschlafen unterstützen.

Finden Sie Ihren Rhythmus 

Der erste Punkt ist oft leichter gesagt als getan, denn selten haben wir bei unserem Zeitplan die freie Wahl. Umso wichtiger ist es, sich kleine Fluchten zu schaffen. Schon Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, erkannte, dass sich seelisches, körperliches und geistiges Befinden bedingen. Damit der Körper loslassen kann, muss auch der Geist entspannt sein. Darum sollte der Übergang von Aktivität zur Ruhe nicht abrupt erfolgen. Lassen Sie den hektischen Tag ausklingen, gönnen Sie sich Ruhephasen, schon bevor Sie abends ins Bett gehen. Lesen funktioniert gut, bei anderen ein heißes Bad oder fernsehen. „Aber“, warnt der Münchner Anthroposoph und Allgemeinmediziner Markus Sommer, „gucken Sie sich keinen zu aufregenden Film an.“

Richten Sie Ihr Schlafzimmer nach Ihren Bedürfnissen ein 

Weder Ecken noch Kanten – so sehen Räume aus, die von anthroposophisch orientierten Innenarchitekten entworfen werden. Warme helle Farben schaffen zusätzlich eine geborgene, gesunde Atmosphäre. Fühlen Sie sich in Ihrem Schlafzimmer heimelig und entspannt? Hören Sie auf Ihre innere Stimme. Nehmen Sie sich Zeit und Ihre Schlafumgebung bewusst wahr. Und gönnen Sie sich ein schönes Bett, denn darin verbringen Sie rund ein Drittel Ihres Lebens.

Das Schlafhormon Melatonin hervorlocken 

Am besten schläft es sich in einem komplett abgedunkelten Raum. Anthroposoph Sommer: „Wir wissen, dass schon wenig Lichteinfluss die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. Bei manchen genügt der Schimmer einer Straßenlaterne, um den Schlafrhythmus zu stören.“ Vielleicht brauchen Sie doch ein (anderes) Rollo oder Gardinen?

Abends noch mal an die frische Luft gehen 

Dieser einfache Trick hilft verblüffend gut. Markus Sommer: „Auf einem allabendlichen Spaziergang durchatmen, sich bewegen, die Sorgen loslassen und mit sich ins Reine kommen – das lässt uns nachts besser ruhen.“

Fördern Sie das Schlaf-Klima 

Wann immer Wetter und Außentemperatur es zulassen, sollten Sie bei gekipptem Fenster schlafen. „Die richtige Temperatur spielt eine wichtige Rolle, aber die empfindet jeder Mensch unterschiedlich“, erklärt der Arzt Sommer. „Patienten, die unter kalten Füssen leiden, rate ich zu Wollsocken im Bett. Bei vielen anderen kann im Sommer eine dünnere Decke Wunder bewirken.“ Entscheidend sei auch, trotz Schlaf-Stress gelassen zu bleiben. Immerhin, so der Mediziner, wache jeder Mensch nachts mehrfach auf. Vielleicht stehen Sie auch mal zur Schlafenszeit auf, lauschen dem frühen Zwitschern der Vögel und genießen die „gewonnene“ Zeit. Ab und zu ist das ein tolles Gefühl.

Natürliche Schlafhelfer 

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Entspannung | Schlaf | Tipps