Vitamine und Nährstoffe

Vitaminforschung Fit mit Vitalstoffen

Frau mit Apfel

Vor Demenz schützt ein guter Gesundheitszustand mit niedrigen Homocystein-, Cholesterin-, Blutdruck- und Zucker-Werten, so eine Studie der kanadischen Dalhousie University an 7200 Menschen ab 65 Jahren. Bei gesunden Senioren beträgt die Demenz-Gefahr demnach 18 Prozent, bei Risiko-Patienten mehr als 30 Prozent.


13 Prozent weniger Risiko für eine Herzschwäche haben Menschen, die täglich 5 mg Folsäure, 200 mg Vitamin B6 und 200 Mikrogramm Vitamin B12 zu sich nehmen.


Männer, ran ans Grünzeug, raten Fruchtbarkeitsmediziner der kalifornischen Universität Berkeley. Das Vitamin Folsäure erhöht die Zahl der Spermien um bis zu drei Viertel und verbessert ihre Qualität um über 30 Prozent. Das Spurenelement Zink unterstützt diese Wirkung. Beiden Kinderwunsch-Partnern empfehlen die Experten zusätzlich zum Gemüse ein Präparat mit täglich 400 Mikrogramm Folsäure. 


Bei Migränepatienten wird oft eine erhöhte Konzentration des Homocystein-Spiegels beobachtet, so der Epidemiologe Dr. Rod Lea von der Victoria University of Wellington in Neuseeland. Eine folsäurereiche Ernährung etwa mit Kichererbsen, Endivien oder Erdbeeren kann die Attacken lindern und verkürzen. 


Patienten mit hohen Vitamin B12-Werten reagieren besser auf eine Behandlung mit Antidepressiva, entdeckte der finnische Wissenschaftler Prof. Jukka Hintikka vom Kuopio University Hospital. Er vermutet, dass der Vitalstoff B12 depressive Verstimmungen aufhellt, vor allem, wenn sie wie im Winter durch Lichtmangel verursacht werden. 


Zwei Jahre bekamen 600 Probanden einer japanischen Studie täglich 5 mg Folsäure und 1500 Mikrogramm Vitamin B12. Die Kontrollgruppe schluckte ein Scheinmittel. Resultat: Das Risiko von Oberschenkelhalsbrüchen sank bei der Vitamingruppe von neun auf drei Prozent. 


In den ersten Schwangerschaftswochen beugt Folsäure nicht nur den gefürchteten Schäden des Rückenmarks bei Neugeborenen (med.: „Spina bifida“) vor. Eine norwegische Studie mit über 100 000 Frauen und ihren Kindern zeigt jetzt zudem, dass die Kleinen früher in ganzen Sätzen sprechen können, wenn ihre Mütter in der Schwangerschaft reichlich Folsäure eingenommen haben. 


Fettreduzierte Diäten sind für den Organismus gesünder als Low-Carb- Ernährungsprogramme wie die Atkins-Diät, so US-Herzspezialist Prof. David Gutterman von der University of Illinois. „Das liegt vor allem daran, dass bei fettarmen Diäten erheblich mehr Folsäure in den Körper gelangt, die in den Gefäßen eine schützende, antioxidative Wirkung entfaltet und den Homocystein-Spiegel senkt.“ 


Thrombosen in der Schwangerschaft treten bei niedrigen Homocystein-Werten seltener auf, ebenso eine Ablösung der Placenta, so das „British Medical Journal“. 


50 % langsamer verläuft der Abbauprozess im Gehirn von älteren Alzheimer-Patienten, wenn sie die Vitamine B6, B12 und Folsäure in hoher Dosierung erhalten, ergab eine Studie des „Oxford Project to investigate Memory and Ageing“. Durchschnittlich „schrumpft“ das Gehirn ab 60 jährlich um ca. 0,5 Prozent, bei Alzheimer-Patienten um 2,5 Prozent. Wird durch B-Vitamine der Homocystein-Spiegel gesenkt, normalisiert sich der Abbau. 


Das Immunsystem reagiert um rund ein Drittel seltener auf Pollen und andere Allergie-Auslöser, wenn es ausreichend Folsäure bekommt, so eine US-Studie der Johns Hopkins University an über 8000 Personen in Baltimore. Bei einem Folsäure-Mangel liegt das Risiko für Allergien und Asthma um 40 Prozent höher.

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