Persönlichkeit

Film-Tipp Belgische Kino-Melancholie

Cyril und Samantha

Der gerade mal zwölf Jahre alte Cyril (Thomas Doret) wird von seinem egoistischen Vater ins Heim abgeschoben. Trotzdem kämpft der kleine Junge mit allen Mitteln um dessen Zuneigung und ignoriert seine dauernden Zurückweisungen. Menschen, die schlecht über seinen Vater reden, vertraut er nicht. Und wenn ihm etwas nicht passt, versucht er einfach zu flüchten. Doch dann tritt plötzlich Friseurin Samantha (Cécil de France) in sein Leben, die mindestens ebenso desillusioniert ist wie er.

Cyril
Sie bringt Cyrils geliebtes Fahrrad zurück – ein Geschenk seines Vaters – und schafft es so, sein Vertrauen zu gewinnen. Von da an schlüpft sie in die Rolle der Ersatzmutter und steht Cyril in allen Lebenslagen zur Seite.

Erst wirk das belgische Werk der Dardenne Brüger auf den Zuschauer etwas langatmig, was vielleicht an den häufig auftretenden Interpretationsspielräumen liegt. Umso mehr man sich aber auf Cyril und sein Schicksal einlässt, umso tiefsinniger und emotionaler erscheint dem Zuschauer dessen Geschichte.

Jean-Pierre und Luc Dardenne: "Le gamin au velo", Les Films du Fleuve

Kinostart: 9. Februar 2012

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