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Persönlichkeit Mein Wohlfühlglück: Annette Bening

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SEIN
Ich mag das Chaos, das vier Kinder und eine spannende Karriere mit sich bringen. Es ist manchmal anstrengend, aber ich habe es nie anders gewollt. Wenn meine Brut mit ihren Freunden das Haus auf den Kopf stellt und ich ein Drehbuch lesen muss, bin ich in meinem Element.
 
FÜHLEN
Als Schaupielerin ist man am besten, wenn die Erfahrung kathartisch ist. Habe ich am Ende des Drehtages das Gefühl, „es ist vorbei, geschafft – ich hab’s getan“, dann ist das unendlich befriedigend.
 
HÖREN
Ich liebe es, alleine im Auto laut zu Frank Sinatra mitzusingen. Aber das darf bloß keiner hören...
 
SCHMECKEN

Annette Bening, 56, wird nach mehr als 20 Jahren Ehe und vier Kindern immer noch als „die Frau, die den notorischen Schwerenöter Warren Beatty zähmte“ vorgestellt. Was sie ebenso amüsiert wie die Sache mit dem Oscar. Viermal war sie nominiert (u. a. „American Beauty“) – genauso oft ging die Statue an eine andere. Dafür hat sie einen Stern am Hollywood-Boulevard und als ebenso leidenschaftliche Künstlerin wie politische Aktivistin die Verehrung aller Kollegen sicher. Demnächst ist sie in „The Face Of Love“ zu sehen.

Als junges Mädchen habe ich in der Kombüse eines Charterboots gekocht. Dabei habe ich tauchen gelernt, aber keine Haute Cuisine. Mein Wohlfühl­ essen ist immer noch Pizza vom Bringdienst.
 
WORTE
Als ich in San Francisco studierte, waren die Worte der exzentrischen Eva Le Gallienne meine Bibel. Schauspielerin, Theatergründerin, lesbisches Enfant terrible der Jahrhundertwende. Sie hatte so eine starke Meinung! Ihre Autobiogra­ fien finde ich immer noch köstlich.
 
LESEN
Dies Buch musste ich mir erst verdienen: Virginia Woolfs „Mrs Dalloway“ (Fischer, 8,95 Euro). Erst im zweiten Anlauf hat es mich angesprochen. Seitdem schlage ich es immer wieder auf.
 
RIECHEN
Zu Patschuli habe ich eine sentimentale Beziehung, wie die meisten Menschen, die in der Hippie-Ära jung waren. Ich trage schon seit Jahren „Krigler Lovely Patchouli 55“ (über www.krigler.com), eine erwachsenere Version der schwülen Note.
 
SEHEN 
Die Höhlenkirche im Gellértberg. Als ich 2004 „Being Julia“ in Budapest drehte, sah ich sie zum ersten Mal. Ich komme aus einer strenggläubigen Familie, vielleicht machte sie deshalb so großen Eindruck auf mich.
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