Persönlichkeit

Frage des Monats Dezember: Experten beantworten Leserfragen

Ohrstöpsel kann das schaden?

GESUNDHEIT:

Meine Enkelin hört ständig Musik über Ohrstöpsel. Kann das schaden?

Gaby G., Fürth

Das hängt vor allem von der Lautstärke ab, die Ihre Enkelin einstellt. Forscher haben herausgefunden, dass bei bis zu 70 Prozent der Maximallautstärke sogar viele Stunden Musikhören über Kopfhörer relativ unproblematisch ist. Die Untersuchung zeigte auch, dass nur ein geringer Teil der Jugendlichen ihren MP3-Player auf ein gesundheitsschädigendes Maß aufdreht. Haben Sie allerdings den Eindruck, dass Ihre Enkelin zu dieser Gruppe gehört, z. B. weil Sie die Musik auch hören, obwohl die Kopfhörer auf den Ohren Ihrer Enkelin sitzen, sollten Sie mit ihr sprechen. Machen Sie sie auf das mögliche Risiko eines späteren Hörschadens aufmerksam: Wenn sie eine geringere Lautstärke einstellt, sinkt ihr Risiko, schwerhörig zu werden. Und: Das Ohr braucht auch „stille“ Erholungspausen.

UMWELT:

Wissen Sie eine Alternative zu den klassischen Mottenkugeln?

Gundula N., Hamburg

Als natürlicher vorbeugender Mottenschutz gilt der Duft von Lavendel (Blüten in kleinen Säckchen im Handel), von Zedern-, Zirbelkiefer- und Nienbaumholz. Legen Sie die Lavendelsäckchen oder Holzplättchen in den Schrank und zwischen Ihre Pullover. Sind schon einzelne Textilien befallen, legen Sie diese Teile für mindestens eine Woche in die Tiefkühltruhe, dort erfrieren Mottenlarven und Eier.

GESUNDHEIT:

Was ist eine Kreuzallergie und wie erkenne ich sie?

Melanie Z., Bad Hombruch

Oft kommt es bei einer bestehenden Allergie (z.B. auf Pollen) zu zusätzlichen allergischen Reaktionen auf andere Stoffe, die ähnliche Eiweißstrukturen aufweisen (z. B. Nahrungsmittel wie Nüsse, Birnen, Aprikosen oder Erdbeeren). Diese sogenannte Kreuzallergie kann Halskribbeln, Durchfall oder Hautreaktionen verursachen. Schlimmstenfalls droht sogar Atemnot, falls die Schleimhaut von Mund und Rachen heftig anschwillt. Ein Test beim Allergologen deckt eventuelle Kreuzallergien auf.

ERNÄHRUNG:

Ist Müsli wirklich gesund oder doch eher ein Dickmacher?

Renate P., Attendorn

„Müsli“ ist kein geschützter Begriff. Ein Blick auf die Fertigpackungen im Supermarkt zeigt, dass viele reichlich Zucker, industriell verarbeitete Getreideprodukte wie Cornflakes und Pops, (gesättigtes) Fett und Schokoflocken enthalten. So wird Müsli schnell zur Kalorienbombe. Selbst gemixtes Müsli aus Getreideflocken, Nüssen, Obst oder Trockenobst, Joghurt oder Saft bleibt aber ein gesundes Frühstück. Übrigens: Erfunden hat’s im Jahr 1900 der Schweizer Arzt Bircher-Benner.

BEAUTY:

Was hilft endlich gegen meine rissigen Mundwinkel?

Natascha K., Bad Gastein

Falls Sie ständig eingerissene Mundwinkel haben, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Hautarzt darüber. Als Ursache kommt von einer einfachen Hefepilzinfektion über eine bakterielle Mischinfektion bis zu Zink- und Eisenmangel vieles infrage. Die wunde Haut behandeln Sie am besten mit einer antiseptischen Creme, die für die ersten 3 bis 4 Tage einen geringen Kortisonzusatz haben darf.

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