Persönlichkeit

Interview Glückspsychologin macht Mut

Freihändig Fahrrad fahren

VITAL: Wie wurde Mut zu Ihrem Thema?
Bea Engelmann: Zum einen brauchte ich selbst sehr viel Mut, als unsere Tochter zur Welt kam und sich herausstellte, dass sie sehr krank ist. Ich musste viele mutige Entscheidungen treffen und mich meinen Ängsten stellen. Zum anderen wurde mir im Laufe meines Berufslebens die zentrale Bedeutung von Mut und Ermutigung immer klarer – als Gefühl, als große Kraft, die wir im Leben einfach brauchen.

Was bedeutet Mut für Sie?
Für mich ist es die Fähigkeit, das zu tun, was ich wirklich will. Zu sagen, was ich auf dem Herzen habe. Mutig finde ich, die eigenen Ziele zu erkennen. Zu wissen, was ich im Leben möchte. Mut ist der Gegenpol zur Angst: Es braucht Mut, Ängste zu überwinden, neue Weichen im Leben zu stellen und nach Niederlagen wieder aufzustehen.

Bea Engelmann

Bea Engelmann

Wie machen Sie anderen Menschen Mut?
Ich gebe ihnen als Coach Impulse, die ihnen helfen, zu sich zu stehen – zu ihren Stärken und Schwächen. Sie lernen einen gesunden Umgang mit Fehlern, mit Lob und Kritik. Vor allem entdecken sie die häufig verschüttete Ressource Mut in sich selbst. Dadurch kommen sie in einen dynamischen Prozess. Mut bedeutet etwas Dynamisches, es geht nach vorn. Es ist ein Lebensgefühl, in dem man sich als Persönlichkeit frei entfalten kann.

Was schützt vor Hoch- oder Übermut?
In diesem Fall kippen wir ins andere Extrem. Es geht nicht allein darum, Wünsche und Sehnsüchte freizuschaufeln, sondern die Balance zwischen Chancen und Risiken zu finden. Zu sich selbst finden, authentisch sein hat nichts damit zu tun, der oder die Größte sein zu wollen. Im Gegenteil: Es macht wacher und feinfühliger im Umgang mit anderen.


Mehr zum Thema Glück und weitere Informationen über Bea Engelmann finden Sie hier: www.zum-glueck-gecoacht.de

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Charakter | Psyche | Gefühle | Glück