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Energie: Beauty Mehr auf einen Streich

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Anti-Aging-Cremes bildeten jahrelang ungestört eine eigene Kategorie rein pflegender Produkte gegen das Altern. Von einer "AA-Creme" als Abkürzung für "Anti-Aging" zu reden, kam niemandem in den Sinn. Das Buchstabenspiel, das uns heutzutage im Kosmetikregal begegnet, begann erst mit den BB-Cremes, die das Thema Farbe und Teintperfektionierung in den Fokus rückten und auch das Interesse der Jüngeren weckten. Die Generatin CC deckte noch besser ab, inzwischen etablieren sich die neuen DD-Cremes bei uns - und auch das erste EE-Produkt steht schon parat. Doch was verbirgt sich hinter den Abkürzungen? Wirksamere Pflege oder alles nur Marketing? Damit Sie beim Buchstabelsalat im Kosmetikregal den Überblick behalten, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zum Alphabet der Alleskönner zusammengestellt.
 

Was bedeuten die Buchstaben BB?

Ursprünglich stand die Abkürzung für „Blemish Balm“, was so viel wie „Makelbalsam“ bedeutet. Das erste Produkt dieser Art wurde 1967 von der deutschen Kosmetikerin Christine Schrammek entwickelt. Sie wollte damit die nach Schälkuren empfindliche Haut ihrer Kundinnen pflegen und schützen. In den 1980ern wurde das Blemish Balm in Asien wiederentdeckt und startete von dort als „BB-Cream“ seinen Siegeszug zum weltweiten Trendprodukt. Bei einigen Herstellern steht die Abkürzung auch für „Beauty Balm“.
 

Wann ist eine BB-Creme für mich die richtige Wahl?

Wenn es morgens schell gehen soll: BB-Cremes bieten Tagespflege, Grundierung und UV-Schutz in einem, die meisten eignen sich für unkomplizierte Haut. „Anders als das original Blemish Balm, das ein entzündungshemmendes, regenerierendes und beruhigendes Spezialprodukt zum Abdecken ist, sind heutige BB-Cremes, die denselben Namen tragen, getönte Fluids“, erklärt Dermatologin Dr. med. Christine Schrammek-Drusio, Tochter oben genannter Blemish-Balm-„Erfinderin“.
 

Worin liegen die Unterschiede zur getönten Tagescreme?

Grob gesagt: BB-Cremes decken besser ab als eine getönte Tagescreme, sind dabei aber leichter als eine Grundierung. Sie passen sich dem Hautton gut an und werden in verschiedenen Nuancen angeboten.
 

Welche Pflegestoffe stecken drin?

Über Farbe, Schutz und Pflege hinaus widmen sich die Cremes meist einem bestimmten Makel. Einige bekämpfen Unreinheiten (z. B. mit Salicylsäure), glätten mit Anti-Aging-Wirkstoffen (z. B. Pro-Xylane oder Niacinamid) oder haben einen LSF ab 30. Produkte mit Thermalwasser eignen sich sogar für sensible Haut.
 

Was bewirken BB-Körpercremes?

Die Lotion soll die Haut tönen, aber nicht abfärben. „Um das zu minimieren, verwenden wir verkapselte Mikropigmente“, sagt Johanna Caron, wissenschaftliche Expertin bei Biotherm. „Sie nehmen den Hautton an und bilden mit Polymeren einen feinen Film auf der Haut.“ Beim Sport oder in der Sauna sind sie fehl am Platze: Hitze oder Schweiß können die Farbe etwas lösen.
 

Was ist eine CC-Creme?

„Eine klare Definition für CC-Cremes existiert nicht“, sagt Dr. med. Schrammek-Drusio. „Das Doppel-C steht das eine Mal für ,Colour Correction‘, also Farbkorrektur, ein anderes Mal für ,Complexion Correction‘, Teintkorrektur.“ Auch CC-Cremes vereinen Tagespflege und Make-up, sind aber generell für etwas reifere Haut gedacht. Sie sollen den Hautton unmittelbar nach dem Auftragen, aber auch langfristig verbessern und Fältchen mildern.
 

Wie funktioniert der Farbausgleich?

„Colour Correction“-Cremes lassen die Haut beispielsweise mit bläulichen Pigmenten frischer aussehen, korrigieren Rötungen mit einem leichten Grünanteil oder sorgen für einen ebenmäßiger aussehenden Teint mit einem Hauch Apricot. Neben den Pigmenten, die das Hautbild optisch beruhigen, erzielen lichtreflektierende Pigmente die Teintkorrektur („Complexion Correction“): Sie spiegeln die Fältchen und Unebenheiten sozusagen weg.
 

Kann ich dank CC-Cremes auf Wirkstoffpflege völlig verzichten?

Bei Problemhaut können CC-Cremes tatsächlich helfen und etwa Rötungen jeglicher Art mit beruhigenden, entzündungslindernden Wirkstoffen (z. B. Ambophenol) mindern. Ist die Haut allerdings ernsthaft erkrankt und entzündet, ersetzen CC-Cremes keinesfalls medizinische Pflegeprodukte vom Dermatologen.
 

Gibt es CC-Cremes für verschiedene Hauttypen?

CC-Cremes spenden Feuchtigkeit, decken ebenso wie eine Foundation kleine Makel ab und schützen mit einem Lichtschutzfilter. Darüber hinaus enthalten sie Anti-Aging-Wirkstoffe gegen erste Zeichen der Hautalterung. Laut Herstellern eignen sich die meisten CC-Produkte für alle Hauttypen von fettig bis trocken. Wer aber extrem trockene Haut hat, sollte erst Tagescreme auftragen, dann die CC-Creme.
 

Ist das Wirkungsspektrum einer DD-Creme größer als bei einer CC-Creme?

Das nächste Multitalent im Creme-Alphabet soll Eigenschaften von BB- und CC-Cremes vereinen. Das Doppel-D steht bei den Produkten, die zunächst in den USA auf den Markt kamen, für „Disguise & Diminish“ (verstecken und vermindern) oder „Dynamic Do-All“ (dynamischer Alleskönner) mit noch stärkerer Abdeckkraft. Anders auf dem deutschen Markt: Die wenigen DD-Cremes, die es bisher in die Kosmetikregale geschafft haben, stehen für „Daily Defense“ (tägliche Verteidigung): Sie bieten vor allem Schutz vor UV-Strahlen und negativen Umwelteinflüssen.
 

Was können EE-Cremes?

Das Doppelbuchstaben-System, das schon bei DD-Cremes verwässert, verflüchtigt sich mit der Kategorie EE endgültig. Denn während sie in den USA bei den einen Herstellern als „Elemental Emulsion“ (elementare Verbindung) Feuchtigkeit spendet und mattiert, steht EE bei anderen für „Extra Exfoliating“ (extra abschuppend) und ist damit als Peelingcreme ein völlig anderes Produkt. Die einzige bei uns erhältliche stammt von Estée Lauder. Hier steht EE für „Enlighten Even“: erhellen und ausgleichen. Denn die getönte Creme deckt ab, wirkt gegen Pigmentflecken und zaubert einen strahlenden Teint.
 

Ersetzen die Alphabet-Cremes Make-up?

Die Vermutung liegt nahe, schließlich korrigieren sie und decken auch ab. Doch nach Erfahrung von Miriam Jacks, Make-up Artist für L’Oréal Paris, können die Cremes nicht mit der Deckkraft von Make-up-Produkten mithalten: „Wenn Sie einzelne Stellen stärker abdecken wollen, müssen Sie zusätzlich zu Make-up oder Concealer greifen.“
 

Brauche ich dennoch einen gesonderten Sonnenschutz?

„Das kommt darauf an, was Sie vorhaben und wie empfindlich Ihre Haut ist“, erklärt Dr. med. Schrammek-Drusio. Für einen kurzen Spaziergang können die Cremes mit Lichtschutzfaktor je nach Wetterlage reichen. Doch wer sich länger in der Sonne oder im Süden aufhält, sollte immer einen zusätzlichen Sonnenschutz auftragen. Um den angegebenen LSF zu erreichen, müssen zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen werden. Das entspricht etwa der Menge eines Teelöffels für das Gesicht. Und so dick trägt niemand eine BB- oder CC-Creme auf.
 

Haben die Cremes einen Langzeiteffekt?

Das hängt von den Inhaltsstoffen ab. Einige korrigieren hauptsächlich über die Pigmente oder zeigen einen polsternden Soforteffekt, etwa durch Hyaluronsäure. Wirkstoffe wie Glucosamin und Niacinamid (Vitamin B3), Vitamin C oder Helmkrautextrakt haben durchaus eine langfristige Wirkung. Regelmäßig angewendet reduzieren sie Fältchen und Pigmentflecken und verbessern den Hautton.
 

Und wie schütze ich mich vor einem Fehlkauf?

Obwohl ständig weitere Buchstabencremes mit noch mehr Effekten und noch besserer Wirkung auf den Markt kommen: Wer bereits eine passende Pflege gefunden hat, sollte dabei bleiben. Bevor Sie eine neue Creme kaufen, unbedingt genau das Kleingedruckte lesen! Denn nicht jede Creme passt zu jeder Haut. Es kann sein, dass eine BB-Creme nicht ausreichend Lipide für die Bedürfnisse einer reifen, trockenen Haut bietet oder die intensiven Anti-Age-Wirkstoffe einer CC-Creme die Haut einer Mittzwanzigerin überfordern. Tipp: Immer Tester nutzen oder in der Parfümerie nach Proben fragen, die Sie in Ruhe zu Hause auftragen können.
 
 
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