Naturkosmetik

Hautpflege Her mit der Alge

Im Meer lebt einiges, was unsere Haut schöner macht. Forscher sehen vor allem in den Algen wahre Anti-Aging-Wunder. Denn sie stecken voller Vitamine, Proteine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Lesen Sie hier, wie die unscheinbaren Wasserpflanzen wirken.
Frau entspannt sich im Wasser
    

So verjüngen Algen die Haut

Algen liefern die Rohstoffe der Zukunft für jugendliche, glatte Haut. Biologen haben bislang rund 35 000 Algenarten gelistet, aber erst rund 800 erforscht. Und nur gerade einmal 50 kommen in der Hautpflege zum Einsatz. Den Wissenschaftlern könnten in nächster Zeit also noch viele Erfolgssubstanzen ins Netz gehen. Denn schon die bislang genutzten Algenarten bringen tolle Effekte: Daraus gewonnene Polysaccharide (Zucker verbindungen) wie Alginsäure können Feuchtigkeit bis zu 24 Stunden lang in der Haut speichern. Und die Braunalge Laminaria (z. B. in Produkten von Oceanwell), durch den Gezeitenwechsel ständigem Stress ausgesetzt, hat spezielle Schutzstoffe entwickelt, um bei Ebbe nicht auszutrocknen.

Cremes mit Extrakten dieser Stoffe bewirken, dass die Haut schön glatt, aufgepolstert und elastisch aussieht. Aminosäuren, mit die wichtigsten Wirkstoffe in Algen, regen die Proteinsynthese der Haut an und stimulieren so die Erneuerung der kollagenen und elastinen Fasern. Gewonnen werden die Verjüngungsproteine aus Blaualgen wie der A.Flos-Aquae (z. B. in Biotherm). Sie stammt aus dem Upper Klamath Lake im US-Staat Oregon, einem der reinsten Seen der Erde. Ihre wertvollen Anti-Aging-Stoffe geben vor allem der empfindlichen, dünnen Haut um die Augen neue Festigkeit.

Algen schützen die Haut

Auch als „Schutztruppe“ leisten Algen dank ihrer Vitamine und Carotinoide einen wichtigen Beitrag zu unserer Hautpflege. Astaxanthin heißt ein Carotinoid (z. B. in Astalift-Produkten), das von der Süßwasser-Grün alge Haematococcus pluvialis produziert wird. Sie lebt in Tümpeln und Teichen knapp unterhalb der Wasseroberfläche und bildet orangerote Pigmente als Schutz vor zu starker UV-Strahlung. Ihr natürliches Antioxidans soll bis zu 1000-mal besser wirken als Coenzym Q 10. Japanerinnen schwören schon lange auf Cremes mit Astaxa thin, um Pigmentflecken und frühzeitigen sonnenbe - dingten Fältchen vorzubeugen. Zum riesigen Arsenal an wertvollen Beauty-Wirkstoffen gehören auch die Mineralien und Spurenelemente. Algen enthalten alle, die die Haut dringend für ihren Stoffwechsel braucht, um vital und schön zu bleiben.

Noch ein Pluspunkt: Weil der pH-Wert der Algen dem leicht sauren unserer Haut (pH 5,5) ähnelt, nimmt sie die Extrakte aus der Creme gut auf und lässt sie bis in die Tiefe vordringen. Allergische Reaktionen sind unbekannt, deshalb kann auch Problemhaut von den Schönmachern aus dem Meer profitieren.

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Schlagworte
Anti-Falten | Gesichtspflege
Autor
Astrid Jürgens