Natur

Entspannung: Reise Im Königreich der Tiere

Sieben unvergessliche Tierbegegnungen

Seelöwen und Schildkröten in Ecuador

Welt der Wunder „Es scheint eine eigene Welt zu sein“, schrieb Charles Darwin nach seinem Besuch auf den Galapagosinseln 1835 ins Tagebuch – eine Welt, die ihn zu seiner Evoluti- onstheorie inspirierte. Noch verhalten sich die Tiere, von denen viele nur hier vorkommen, friedlich und furchtlos gegenüber Menschen. Schildkröten, groß wie Autoreifen, tapsen herum, an felsigen Ufern nisten Blaufußtölpel, Seelöwen ruhen sich in der Sonne aus. Die Inseln am Äquator gehören seit 1978 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Tiere und Pflanzen sammeln, wie Darwin es tat? Ausgeschlossen. Doch einmalige Erinnerungen, die werden Sie sicher nach Hause nehmen.
Info: „Galapagos aktiv erleben“, 8 Tage, ab 1620 Euro, www.america-andina.de
 

Geparden in Namibia

Flecken-Stopp Unter dem klarsten Sternenhimmel liegen die älteste Wüste der Welt, die höchsten Dünen, der zweitgrößte Canyon. Und Namibia weiß um die Bedeutung seiner Superlative: Das Land war das erste, das den Naturschutz in die Verfassung aufnahm. Trotzdem leben nur noch etwa 7500 Geparden in freier Wildbahn im Süden Afrikas. Die Lodge Okonjima zwischen Windhuk und dem Etosha-Nationalpark ist die Basis der AfriCat-Stiftung, die sich für den Erhalt und Schutz des schnellsten Landsäugetiers (bis zu 120 km/h) einsetzt. Im gut 55 000 Hektar großen Okonjima Nature Reserve werden verwaiste Geparden gepflegt, beforscht und später ausgewildert. Aber auch Schabrackenschakale und Warzenschweine schauen mal vorbei und las- sen sich bei geführten Ausflügen beobachten.
Info: AfriCat, www.africat.org, www.okonjima.com, Reiseveranstalter unter www.namibia-tourism.com

Erdmännchen in Südafrika

Steh auf, Männchen! Ausschlafen? Nein, das ist nichts für die putzigen Mangusten. Sehen Sie es ihnen nach: Die geselligen Tiere, die an der Grenze zu Botswana leben, wissen ja nicht, dass Sie Urlaub haben. Und so beginnen Erdmännchen ihren Tag eben bei Sonnenaufgang. Zu dieser zeit warten Sie bereits am Bau und beobachten, wie Männchen und Weibchen nacheinander aufstehen, sich putze und toben. Begleitet werden Sie von Forschern des Kalahari-Meerkat-Projekts, denn ohne Experten sind die Schlingel kaum zu erwischen. Dass sie in Höhlen leben und Wachposten aufstellen, macht es nicht leichter. Die Wissenschaftler können sie aber auch per Funk orten. Im April 2015 soll die erste deutschsprachige Besuchsreise starten, bei der Teilnehmer in einem Rondavel, einem kleinen, traditionellen Rundbau, auf der Farm übernachten.
Info: Kalahari Meerkat Project, 6.-20. April, ca. 2600 Euro, www.kalahari-meerkats.com
 

Koalas in Australien

Kommt knuddeln Einmal über das kuschelweiche Fell eines echten Koalas streicheln – im Lone Pine Koala Sanctuary bei Brisbane geht dieser Wunsch in Erfüllung. Die Knuddel-Zeit jedes Tiers beschränkt sich jedoch auf eine halbe Stunde täglich: Die Eukalyptus-Gourmets brauchen 18 bis 20 Stunden Ruhe, um Energie zu sparen, denn ihre Leibspeise liefert ihnen kaum Nährstoffe. Mit zwei Koalas startete die Zufluchtsstätte 1927, heute tummeln sich dort rund 130. Für einen Knuddel-Stopp auf einer Rundreise eignen sich der frühe Vormittag und späte Nachmittag am besten. Koalas sind übrigens gar keine keine Bären, sondern Beuteltiere. Davon leben in Lone Pine noch mehr: Tasmanische Teufel, Wombats, Possums, Wallabys und natürlich Kängurus.
Info: „Die australische Ostküste in 3 Wochen entdecken“, ab 3765 Euro, www.travelessence.de
 

Gorillas in Uganda

Im Kreis der Familie Keine Trennscheibe, kein Zaun. In den Wäldern Ugandas kommen Sie mächtigen Berggorillas ganz nah. Angeführt vom „Silberrücken“, bis zu 170 kg schweren Männchen, leben die Primaten in Familienverbänden, sanftmütig, seelenruhig – und stark gefährdet. 600 dieser Vegetarier existieren noch. Um die Tiere nicht zu stören, wird die Anzahl der Besucher streng kontrolliert, die Zeit auf eine Stunde begrenzt, ein Mindestabstand von sieben Metern eingehalten. Dieses Treffen markiert den Höhepunkt der Reise – trotz anstrengender Suche im feuchten Dickicht. Doch die Camping-Tour führt noch weiter. Bei einer Pirsch durch den Nationalpark beobachten Sie Antilopen und Flusspferde, in der Kyambura-Schlucht Schimpansen und in einem Schutzgebiet wiederangesiedelte Breitmaulnashörner.
Info: „Begegnung mit den Berggorillas“, 13 Tage, 1675 Euro, www.ae-erlebnisreisen.de
 

Faultiere in Costa Rica

Nun mal langsam Gaaaanz gemächlich bewegen sich Faultiere – wenn überhaupt. Meist klammern sich die schläfrigen Costa-Ricaner mit ihren Zehn-Zentimeter-Krallen an dicke Äste, Rücken nach unten, Gesicht nach oben, wie pelzige Hängematten. In der Auffang- und Forschungsstation Sloth Sanctuary lassen sich die Weltmeister im Energiesparen gut beim Abhängen beobachten. Sie wollen mehr sehen? Natur-Rundreisen führen zu Nationalparks, ans Meer, auf einen Vulkan und tief in den Regenwald, zu Kolibris, Schmetterlingen und wild lebenden Faultieren. Wobei „wild“ in diesem Fall relativ ist ...
Info: Hotelzimmer auf dem Gelände der Faultier-Station ab 65 Euro, www.slothsanctuary.com; Costa-Rica-Rundreise „El Niño“, 14 Tage, ab ca. 1500 Euro, buchen über http://amadeus.co.cr
 

Elefanten in Thailand

Schnupper-Kurs Lassen Sie Ihr Deo lieber zu Hause: Elefanten möchten beim ersten gegenseitigen Beschnuppern nicht von industriellen Duftstoffen abgelenkt werden. Mensch und Tier sollen sich nahekommen, sich verstehen. So beginnt die Elefanten-Intensiv-Tour im nordthailändischen Bergland. Hier hat Bodo Förster, ehemaliger Elefantenpfleger aus Deutschland, zwei Camps gegründet, um die Dickhäuter zu schützen. Seit sie in Thailand als Arbeitstiere kaum noch gebraucht werden, schrumpft ihr Bestand. Bei der Intensiv-Tour verbringen Sie viel Zeit mit „Ihrem“ Rüsseltier, machen sich mit ihm vertraut, reiten durch Wälder, stapeln Baumstämme, lernen
Kommandos wie „Kwää!“ und „Hau!“. Körperpflege kommt auch ohne Deo nicht zu kurz: Gebadet wird gemeinsam mit den Elefanten.
Info: „Elefanten-Intensiv-Tour“, 5 Tage, ab 750 Euro, www.elephant-tours.de
 
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