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Reisen Auf geht's zur Zugspitze

VITAL-Autorin Claudia Steiner machte sich auf in ein Abenteuer - sie wanderte hinauf zur Zugspitze und erfüllte sich damit einen Lebenstraum.
Die Zugspitze
  

2962 Meter – so hoch ist die Zugspitze. Deutschlands höchster Berg. Bei Föhn sieht es in München fast so aus, als könne man den Gipfel anfassen. So nah und doch so fern. Als Kind musste ich mit meinen Eltern wandern und habe immer nur gemotzt. In meinen Zwanzigern habe ich das Wandern dann wieder für mich entdeckt. Heute gehe ich gerne, aber viel zu selten in die Berge – aber an einen so hohen Gipfel wie diesen habe ich mich bisher nicht gewagt.

Kühe auf der Alm

Inmitten all der Natur begegnet Claudia Steiner Kühen mit modernen Ponyfransen.

Insgesamt vier Routen führen auf die Zugspitze im Wettersteingebirge. Zwei von Deutschland, zwei von Tirol aus. Da die einfachste Route von Ehrwald in Österreich aus beginnt, mache ich mich mit Wanderführer Thomas auf den Weg. „Bist du fit?", fragt er mich beim Start. „Geht schon, aber ich habe ganz schön Respekt“, antworte ich kleinlaut. „Respekt ist gut", meint er und läuft langsam voraus.
Die erste Stunde über einfache Ziehwege, vorbei an Fichten und Lärchen und über Almen mit Kühen, die ganz moderne Ponyfransen tragen, ist durchaus leicht. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und das Wettersteingebirge sieht wunderschön aus – und ist ganz schön hoch. Nach Tiroler Gröstl auf einer Hütte geht es weiter. Immer wieder halten wir an, um mit dem Fernglas Gämsen zu beobachten, die ganz unbeschwert über steile Felsen klettern, und wir suchen die Wiesen nach laut rufenden, fett gefressenen Murmeltieren ab.

Die österreichisch-deutsche Grenze

Bald werden die Wege schmaler und steiler, immer weniger Leute sind unterwegs. Die Baumgrenze, die bei 1800 Metern liegt, haben wir längst hinter uns gelassen. Am Nachmittag müssen wir ein paar Meter klettern, dann passieren wir – mitten im Gebirge – die österreichisch-deutsche Grenze. Gatterl heißt dieser Übergang – ein einfacher Drahtzaun und ein Gatter fast wie das einer Weide. Früher gab es hier oben tatsächlich Zöllner. Inzwischen darf man den quietschenden Durchlass nach Deutschland selbst öffnen.

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Schlagworte
Reise
Autor
Claudia Steiner