Wechseljahre

Mangelnde Libido - Können Aphrodisiaka helfen? Lustverlust bei Frauen

Tropfen, Pillen, Pülverchen – helfen Aphrodisiaka für Frauen dem Sexleben wirklich auf die Sprünge? Bald kommt noch ein neues Produkt auf den Markt. Doch schon vorher könnte im Bett mehr passieren.

    

Theoretisch ist es mit dem Sex ganz einfach: Frauen können immer, wenn sie wollen. Doch tatsächlich wollen sie immer seltener, das besagen zumindest die Statistiken. Nach Umfragen des Freiburger Informationszentrums für Sexualität und Gesundheit klagen rund 30 Prozent der Frauen in den Industrieländern über mehr oder weniger starken Lustverlust. Einer Studie der Universität Chicago zufolge sollen sogar 43 Prozent unter vermindertem Verlangen leiden, einem Syndrom, das Fachleute als „Hypoactive Sexual Desire Disorder“ bezeichnen.

Die Lust ist uns abhanden gekommen, und um das zu ändern, widmet sich die Pharmaindustrie dem Thema mit voller Leidenschaft. Denn nach dem Erfolg von Viagra für Männer wollen die Konzerne endlich auch dem weiblichen Teil der Schöpfung mit einem Medikament die Lust sichern – und sich selbst einen milliardenschweren Markt.

10% ALLER FRAUEN LEIDEN SEHR STARK UNTER IHRER MANGELNDEN LIBIDO
(Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie in Hannover)

Diverse Versuche mit verschiedenen Wirkstoffen verliefen bislang enttäuschend. Weil man bei den meist auf hormoneller Basis wirkenden Mitteln zu wenig über Langzeitfolgen wusste. Oder weil sich schon in der Erprobungsphase starke Nebenwirkungen zeigten. Wie bei PT-141, einem vom US-Konzern Palatin Technologies entwickelten Wirkstoff, der per Nasenspray zum Lustzentrum im Gehirn geschleust wird – mit beachtlichem Erfolg für die Lust der Probandinnen. Allerdings bekamen so viele durch das Mittel schwere Blutdruckprobleme, dass alle Studien gestoppt wurden.

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Schlagworte
Gefühle | Gesundheit
Autor
Sabine Knapp