Ratgeber

Medizin - Symptome und Diagnosen

Ultraschall, Röntgen, Kernspin – bildgebende Diagnoseverfahren sollen helfen, Krankheiten früh zu erkennen. Aber wann machen sie wirklich Sinn? 
         

Spannende Bilder aus dem menschlichen Körper sind heute medizinischer Alltag. Möglich wurde das zuerst im Jahre 1895 mit der Entdeckung der nach Wilhelm Conrad Röntgen benannten Strahlen. In den vergangenen 110 Jahren hat diese Art der Diagnostik erhebliche Fortschritte gemacht: Leistungsfähige Computer erlauben ein immer genaueres Bild von Organen oder Knochen. Nicht nur zwei-, sondern auch dreidimensionale Ansichten sind mit Schichtaufnahmeverfahren wie der Computertomografie (CT) oder der Magnetresonanztomografie (MRT) möglich. Selbst Vorgänge wie Stoffwechsel oder Blutfluss können heute von außen beobachtet werden – ganz ohne Skalpell. Doch was können diese sogenannten „bildgebenden Diagnoseverfahren“ (siehe Tabelle Seite 71) leisten? Welche Vorsorgeuntersuchung ist sinnvoll, und was ist nur teuer, aufwändig oder belastend? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Können die Diagnose-Methoden schaden?

Der Blick in den Körper ist nicht immer ganz harmlos. Besonders bei Röntgenaufnahmen und der CT wirkt Strahlung auf den Körper, die bei hoher Belastung zu Krebs führen kann. Sinnvoll ist es daher, jede Untersuchung in einen Röntgenpass eintragen zu lassen (kostenlos beim Arzt oder beim Bundesamt für Strahlenschutz). So behält man den Überblick und kann Mehrfachuntersuchungen ausschließen. Die CT wird bei Ärzten immer beliebter, denn sie kann viel genauere Bilder liefern als das einfache Röntgenbild. Doch die Genauigkeit wird mit einer stärkeren Strahlenbelastung erkauft. Sie kann bis zu 1000-mal höher sein als beim Röntgen. Risiko und Nutzen jeder Strahlendiagnose sollte daher gut abgewogen werden.

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Schlagworte
Schmerzen | Symptome
Autor
Dorothea Palte