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Angst vor Nähe und Beziehungen Bindungsangst - Symptome und Tipps

Bindungsangst Tipps und Symptome
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Ursachen für Bindungsängste

Das Liebesleben auffrischen
Bleiben Sie in zwischenmenschlichen Kontakt
Bindungsphobiker sind Menschen, die unter Bindungsängsten leiden. Eine Beziehung stellt für sie eine Art "Bedrohung" dar, die ihnen ihren Freiraum und ihre Selbstständigkeit nimmt. Enttäuschungen durch vorherige Beziehungen oder schlechte Kindheitserinnerungen können Gründe für Bindungsängste sein. Die Angst vor zu viel Nähe, Verpflichtungen und Verantwortung erschwert die Situation der Betroffenen zusätzlich. Tiefe Gefühle für einen Menschen zu empfinden, macht uns abhängig von dieser Person und verletzlich.

Daher lassen sich viele Betroffene gar nicht erst auf eine Beziehung ein. Sie wollen nicht verletzt werden. Die ständige Angst, vom Partner zu sehr eingeengt zu werden und selbst zu kurz zu kommen, ist groß. Sie wollen keinen Schmerz, haben vor allem Angst vor Ausnutzung, Ablehnung, Fehlern, ihren eigenen Gefühlen und vor dem Verlust der eigenen Kontrolle.

Symptome der Bindungsangst

Typische Anzeichen einer Bindungsangst sind das Fernhalten des Gegenübers durch unterschiedlichste Strategien. Um nicht so viel Nähe zuzulassen, halten sie Abstand. Ein Streit wird häufig ausgelöst, indem der Betroffene verletzliche Behauptungen ausspricht, um sich selbst vor zu intensiver Nähe zu schützen und den Abstand zum Partner zu bewahren. Bindungsphobiker wirken oftmals kalt und abweisend. Sie schützen sich selbst, indem sie schönen Situationen möglichst aus dem Weg gehen und Menschen zurücklassen, um selbst nicht allein gelassen zu werden.

Menschen, die unter Bindungsangst leiden, verlieben sich oft in Personen, die bereits in einer Beziehung sind. Es ist die einfachste Möglichkeit, einer echten Beziehung und starker emotionaler Nähe aus dem Weg  zu.

Doch nicht nur emotional macht sich die Bindungsangst bemerkbar - auch körperlich fordert die Angst ihren Tribut. Schweißausbrüche, Herzrasen, Anspannung, Beklemmungsgefühle und Panikattacken gehören in die Liste der Symptome.

Vergeben, aber nicht vergessen
Streitendes Paar

Behandlung gegen Bindungsängste

Die Einsicht, unter Bindungsangst zu leiden, ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Behandlung. Bevor Ihr mit einer Behandlung beginnt, solltet Ihr Euch die folgenden Fragen stellen: Wann habt Ihr Angst? Was genau macht Euch Angst? Habt Ihr Angst, etwas zu verlieren? Wie äußern sich Eure Ängste? Was muss getan werden, damit Ihr Euch in Beziehungen wohlfühlt? Was müsst Ihr selbst tun, um Euch zukünftig auf eine Beziehung einlassen zu können?

In manchen Fällen kann es helfen, die eigenen Eltern und Freunde in ihren Beziehungen zu beobachten. Wie gehen diese in bestimmten Situationen miteinander um? Gibt es gegebenenfalls Ähnlichkeiten zu Eurem Verhalten, die Euch auffallen?

Zieht auf alle Fälle keine voreiligen Schlüsse. Redet, bevor Ihr eine engere Bindung eingeht, mit Eurem möglichen Partner und gebt ihr oder ihm die Chance, auf Euch einzugehen. Sprecht besonders in den Situationen, in denen Ihr Euch eingeengt fühlt, über Eure Ängste und Gefühle. Stärkt Euer Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und äußert Wünsche gegenüber dem Partner. Anfangs mag es schwer erscheinen, sich mit seinen Ängsten und Emotionen auseinanderzusetzen - aber je mehr Ihr Euch öffnet und auf eine Beziehung einlasst, desto mehr werdet Ihr merken, dass viele Befürchtungen im eigenen Kopf und nicht in der Realität stattfinden. Denn mit einer zwischenmenschlichen Beziehung geht Ihr zwar auch immer das Risiko ein, verletzt zu werden - aber Ihr habt auch die Chance Nähe und Zuneigung zu gewinnen. Ein Preis, um den es sich zu kämpfen lohnt.

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Schlagworte
Beziehungen
Autor
Mareike Schumacher
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